Drei Männer in Erstaufnahme infiziert : Erste Corona-Fälle in Brandenburger Flüchtlingsunterkunft

In Brandenburg wurden erstmals Flüchtlinge positiv auf Corona getestet. Betroffen ist die Erstaufnahme-Außenstelle in Doberlug-Kirchhain. 

Die Außenstelle der Brandenburger Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain. 
Die Außenstelle der Brandenburger Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain. Foto: Patrick Pleul/dpa

Potsdam -In Brandenburg sind die ersten Corona-Infektionsfälle in Flüchtlingsunterkünften bekannt geworden. Wie die Referentin des Brandenburger Flüchtlingsrates, Lotta Schwedler, den PNN am Freitagabend mitteilte, seien drei Flüchtlinge in der Erstaufnahmeunterkunft des Landes in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) positiv getestet worden. Nach ihrer Kenntnis seien es die erste Corona-Nachweise bei Flüchtlingen in Brandenburg überhaupt.

Unerlaubt aus Unterkunft entfernt

Der Sprecher des Brandenburger Innenministeriums, Martin Burmeister, bestätigte die Coronafälle am Freitagabend auf Anfrage. Drei Männer aus Syrien, Tschetschenien und den Irak hätten sich mit dem Coronavirus infiziert. Wo ist noch unklar. Laut Burmeister haben sie sich unerlaubt aus der Unterkunft entfernt und seien bei ihrer Rückkehr auf das Virus getestet worden. Sie zeigten keine Symptome und seien derzeit weiter in Doberlug-Kirchhain isoliert von anderen Flüchtlingen untergebracht. 

Der Flüchtlingsrat Brandenburg und andere Flüchtlingsinitiativen hatten die Landesregierung vergangene Woche aufgefordert, Menschen in kommunalen Gemeinschaftunterkünften und den Erstaufnahmestellen des Landes besser vor einer Corona-Infektion zu schützen.