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Coronavirus in Deutschland : „Wir müssen sehr aufpassen, dass der Ballermann nicht ein zweites Ischgl wird“

Jens Spahn warnt vor zweiter Infektionswelle + Krebshilfe sieht gravierende Folgen der Pandemie + Maskenpflicht auf Balearen-Inseln verschärft + Der Newsblog.

Kai Portmann Maria Kotsev Joana Nietfeld
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.Foto: REUTERS/Fabrizio Bensch/Pool

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnte bei einer Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler am Montag vor einem vorschnellen Sicherheitsgefühl in der Corona-Pandemie: „Diese Pandemie ist noch nicht vorbei." Die steigende Mobilität in der Urlaubszeit begünstige eine Ausbreitung des Virus, sagte der Gesundheitsminister. Er warnte davor, dass infizierte Urlauber das Virus bei ihrer Rückkehr nach Deutschland tragen könnten. (mehr im Newsblog unten)

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Als Folge der Corona-Pandemie sind nach Angaben der Deutschen Krebshilfe hierzulande zehntausende Krebsoperationen sowie Diagnose- und Früherkennungsmaßnahmen verschoben worden. Der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven warnte in der „Augsburger Allgemeinen“ vom Montag vor potenziell fatalen Folgen. Die große Sorge der Krebshilfe sei, dass die Verschiebungen nicht in allen Fällen „auch medizinisch vertretbar“ gewesen seien. Nach Angaben der Stiftung fielen schätzungsweise rund 50.000 Krebsoperationen bis Mitte Juni aus.

Zum Schutz vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln am Montag eine verschärfte Maskenpflicht in Kraft treten. Der Mund- und Nasenschutz muss auf Anordnung der Regionalregierung in allen geschlossenen öffentlichen Räumen sowie auch auf der Straße und im Freien getragen werden, sobald die Möglichkeit besteht, auf andere Menschen zu treffen. Am Strand, am Pool sowie beim Sport muss hingegen weiterhin niemand eine Maske tragen.

Die aktuellen Zahlen: Für Deutschland trägt der Tagesspiegel die Zahlen live aus allen Landkreisen zusammen. Demnach gab es Stand Montagmorgen in Deutschland 6216 aktive Fälle. Weltweit gibt es der Johns-Hopkins-Universität zufolge rund 12,9 Millionen Infektionsnachweise, mehr als 568.000 Menschen starben an oder in Verbindung mit Covid-19.

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