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Coronavirus in Deutschland und der Welt : Britischer Lockdown dürfte sich auf elf Millionen Menschen ausweiten

Nachverfolgung dauert bis zu zwei Wochen + Drosten warnt vor starkem Anstieg der Neuinfektionen + Lauterbach fordert neue Pläne für Schulbetrieb + Der Newsblog.

Kai Portmann Christopher Stolz
Zweiter Lockdown? London bleibt noch verschont, im Norden Englands dürften es bald elf Millionen Betroffene sein.
Zweiter Lockdown? London bleibt noch verschont, im Norden Englands dürften es bald elf Millionen Betroffene sein.Foto: Isabel Infantes/AFP

Laut dem „Guardian“ dürfte die Zahl der Menschen in Großbritannien, die vom Lockdown betroffen sind, auf elf Millionen steigen. Auch Leeds und Lancashire kommen wohl bald zu den Gebieten hinzu. Die steigenden Infektionszahlen könnten auch damit zusammenhängen, dass es in der Vergangenheit bis zu zwei Wochen dauerte, bis Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen von Corona-Infizierten über die Fälle informiert wurden. (mehr dazu im Newsblog unten)

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Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, „dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England“, sagte der Leiter der Charité-Virologie.

Angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Coronavirus-Infektionsraten in Deutschland fordert der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach neue konkrete Pläne zur Organisation des Schulbetriebs. Es müsse sichergestellt werden, dass der Präsenzunterricht an den Schulen weitergehen könne, sagte Lauterbach. Er verwies darauf, dass bei den sinkenden Außentemperaturen in den kommenden Monaten die Fenster der Klassenzimmer nicht mehr ständig offen stehen können.

Die aktuellen Zahlen: Für Deutschland trägt der Tagesspiegel die Zahlen aus allen Landkreisen zusammen. Demnach gab es Stand Freitagmorgen 18.061 aktive Fälle. Weltweit gibt es der Johns-Hopkins-Universität zufolge mehr als 30 Millionen Infektionsnachweise, rund 945.000 Menschen starben an oder in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

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