• Zwei Männer getötet: Lange Haftstrafe Richter gingen nur in einem Fall von Mord aus

Brandenburg : Zwei Männer getötet: Lange Haftstrafe Richter gingen nur in einem Fall von Mord aus

Cottbus - Für den gewaltsamen Tod zweier Männer in Berlin und Brandenburg hat das Landgericht Cottbus einen 35-Jährigen zu 14 Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Die Richter gingen in ihrer Urteilsbegründung am Montag im Berliner Fall von Mord und in dem anderen in Finsterwalde (Elbe-Elster) von Totschlag aus. Der Mann soll drogensüchtig und in Geldnot gewesen sein.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Lette Ende Januar 2017 zuerst seinen 65 Jahre alten Bekannten in dessen Wohnung in Südbrandenburg angriff; das Opfer starb an den Verletzungen. Die Richter vermuten, dass sich der Täter Geld beschaffen oder borgen wollte und die Situation dabei eskalierte. Danach stahl er unter anderem den Geldbeutel und fuhr mit dem Auto des Opfers nach Berlin. Zwei Tage später ermordete er dort einen Drogenverkäufer, um an Rauschmittel zu gelangen. Die Leiche des 31-Jährigen wurde in einem Park entdeckt. Der mehrfach vorbestrafte Lette, der zuletzt in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) wohnte, war Tage später bei einem Diebstahl in Berlin festgenommen worden. Vor Gericht hatte er ein Teilgeständnis abgelegt. Er hatte zugegeben, den Rentner zusammengeschlagen zu haben. Den Mord in Berlin will er nicht begangen haben. Das Strafmaß lag unter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer lebenslangen Haft. Die Anklage ging von zwei Raubmorden aus. Die Verteidigung, die am Montag ankündigte, das Urteil anzufechten, hatte in einem Fall eine Höchststrafe von fünf Jahren gefordert und in dem anderen Freispruch. dpa