Zu viel Sulfat : Stopp für Trinkwasser aus Spree

Wegen der Tagebaufolgen soll für Frankfurt (Oder) eine neue Quelle zur Wasserversorgung gesucht werden

Schluss mit Wasser aus der Spree - zumindest in Frankfurt (Oder).
Schluss mit Wasser aus der Spree - zumindest in Frankfurt (Oder).Foto: Robert Schlesinger/dpa

Die Befürchtungen von Umweltbehörden sind eingetreten: Wegen steigender Sulfatbelastung als langfristige Folge des Braunkohleabbaus in der Lausitz müssen in Brandenburg erste Wasserwerke ihre Trinkwassergewinnung umstellen. Auch in Berlin, wo Trinkwasser durch Uferfiltration an der Spree gewonnen wird, könnte es dazu kommen.

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Bereits betroffen ist das Wasserwerk Briesen im Kreis Oder-Spreee, das auch Frankfurt (Oder) versorgt. Wie am Rande eines Besuchs der Grünen-Bundestagsfraktion dort in der vergangenen Woche bekannt wurde, soll in der Anlage mithilfe neu zu erschließender Grundwasserquellen künftig auf die Trinkwasser-Gewinnung aus der Spree verzichtet werden. Grund sind steigende Sulfatwerde. Jörg Gleisenstein, Fraktionschef der Grünen im Frankfurter Stadtparlament, sagte, dass der Bund, das Land Brandenburg, der Energiekonzern Vattenfall und der Frankfurter Wasserversorger endlich in konkreten und konstruktiven Gesprächen zur Lösung des Sulfatproblems für die kreisfreie Stadt seien. Die Grünen-Kreischefin von Oder-Spree, Daniela Setton, mahnte allerdings, dass das grundsätzliche Problem dennoch weiter bestehe.