• Zahlen und Fakten: Nachlese zur Landtagswahl in Brandenburg

Zahlen und Fakten : Nachlese zur Landtagswahl in Brandenburg

Wahlsplitter zur Landtagswahl: Wo sind die Hochburgen der Parteien? Wie ist das Geschlechter-Verhältnis, der Anteil der Briefwähler und wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Klaus Peters
Die brandenburgische Landesflagge auf dem Landtag in Potsdam.
Die brandenburgische Landesflagge auf dem Landtag in Potsdam.Foto: Ottmar Winter

Die Wahlbeteiligung der Bürger bei der Landtagswahl am 1 September 2019 lag mit 61,3 Prozent für Brandenburger Verhältnisse auf hohem Niveau.

Diese Wahlbeteiligung sei nur bei der ersten Landtagswahl nach der Wende 1990 und im Jahr 2009, als die Landtagswahl zusammen mit der Bundestagswahl lief, mit jeweils 67 Prozent übertroffen worden, sagte Landeswahlleiter Bruno Küpper am Montag in Potsdam.

- Fast ein Viertel der rund 2,1 Millionen Wahlberechtigten haben per Brief gewählt. Mit 23,1 Prozent Briefwählern sei der höchste Wert seit der Wende bei Landtagswahlen erreicht worden, berichtete Küpper. 2014 waren es noch 20,2 Prozent Briefwähler. "Es ist über die Jahre hinweg ein stetiger Anstieg von wenigen Prozenten." Im Jahr 1990 hatten nur 9,4 Prozent der Wähler per Brief abgestimmt.

- Rückläufig ist seit dem Höchststand im Jahr 2004 der Anteil der Frauen unter den gewählten Landtagsabgeordneten. Nur 28 der 88 neu gewählten Landtagsabgeordneten sind Frauen, 2004 waren es noch 36 Landtagsabgeordnete.

- Die Hochburg der SPD war mit 33,6 Prozent der Stimmen der Wahlkreis 12 (Uckermark II). Auf Gemeindeebene holten die Sozialdemokraten in der Stadt Niemegk (Potsdam-Mittelmark) und in der Gemeinde Cumlosen (Prignitz) mit jeweils 41,4 Prozent die meisten Stimmen. Die wenigsten Stimmen erhielt die SPD mit 21,3 Prozent im Wahlkreis Barnim II, in dem die amtierende Landtagspräsidentin Britta Stark erfolglos als Direktkandidatin angetreten war.

- Den höchsten Anteil erreichte die AfD im Wahlkreis 42 (Spree-Neiße II) mit 36,0 Prozent und in der Gemeinde Hirschfeld (Elbe-Elster) mit 50,6 Prozent. Die wenigsten Stimmen erreichten die Rechtspopulisten mit 9,4 Prozent im Wahlkreis 21 (Potsdam I), in dem Marie Schäffer das erste grüne Direktmandat in Brandenburg errang, und in der Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) mit 9,2 Prozent.

- Genau den umgekehrten Trend erlebten die Grünen: Sie erhielten in Marie Schäffers Wahlkreis 21 (Potsdam I) mit 29,1 Prozent und in der Gemeinde Kleinmachnow mit 26,9 Prozent ihre besten Ergebnisse. Den geringsten Stimmenanteil bekamen die Grünen im Wahlkreis 38 (Oberspreewald-Lausitz I) mit 3,4 Prozent.

- Die CDU hatte ihre Hochburgen im südbrandenburgischen Wahlkreis 37 (Elbe-Elster II) mit 19,6 Prozent und in der Gemeinde Friedrichswalde (Barnim) mit 33,7 Prozent. Den geringsten Zweitstimmanteil mit 9,8 Prozent erreichte die CDU im Wahlkreis 22 (Potsdam II), in dem Generalsekretär Steeven Bretz als Direktkandidat angetreten war.

- Die Linke konnte im Wahlkreis 22 (Potsdam II) mit 18,1 Prozent und in der Stadt Strausberg (Märkisch-Oderland) mit 20 Prozent am besten punkten. Im Wahlkreis 6 (Havelland II) bekam die Linke mit 6,1 Prozent den geringsten Anteil.

- BVB/Freie Wähler erzielten ihr bestes Ergebnis mit 15,5 Prozent im Wahlkreis 14 (Barnim II), in dem der Landesvorsitzende Péter Vida auch das Direktmandat holte, und in der Gemeinde Uckerland (Uckermark) mit 18,2 Prozent. Die wenigsten Wähler konnte das Bürgerbündnis mit 1,8 Prozent im Wahlkreis 21 (Potsdam I) überzeugen.

(dpa)

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