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Brandenburg : Woidke reist nach Israel Michendorfer Schüler fliegen mit

Potsdam - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich auf den Weg zu einem fünftägigen Besuch in Israel und in den Palästinensischen Gebieten gemacht. Dabei soll auch eine Kooperation der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem mit dem Land Brandenburg sowie eine strategische Partnerschaft der Universitäten in Potsdam und Tel Aviv unterzeichnet werden, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Ein Regierungssprecher sagte am Sonntagvormittag, dass sich der Ministerpräsident wie geplant auf den Weg zum Flughafen gemacht habe. Eine 24-köpfige Unternehmerdelegation sowie Kulturministerin Martina Münch (SPD) sollten Woidke begleiten. Zudem sollte eine Delegation des Wolkenberg-Gymnasiums Michendorf bei Potsdam mitreisen, die ihre Partnerschule in Israel besuchen will.

„Die Reise findet im Umfeld wichtiger israelischer Gedenktage wie dem Holocaustgedenktag und dem 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels statt. Ich will meinen Beitrag dazu leisten, die Beziehungen zu Israel vor dem Hintergrund der einzigartigen geschichtlichen Verantwortung Deutschlands für die Shoa weiter zu pflegen“, erklärte Woidke vorab.

Der Besuch solle außerdem ein Zeichen setzen für das Bemühen um ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern. „Die langjährige Polizeikooperation Brandenburgs mit den Palästinensern im Bereich der zivilen Sicherheit befördert Stabilität und reiht sich ein in das Bestreben, den Palästinensischen Gebieten Eigenständigkeit zu ermöglichen“, sagte Woidke.

Zuletzt hatte der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, im Potsdamer Landtag vor den Abgeordneten gesprochen. Dabei hatte er eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Antisemitismus gefordert und dazu aufgerufen, den Jugendaustausch auszubauen. Kurz zuvor hatten alle Landtagsfraktionen beschlossen, aus Anlass des 70. Jahrestags der Gründung des Staates Israel einen Freundschaftskreis zu gründen. dpa