• Wölfe breiten sich in Deutschland aus: In Brandenburg leben die meisten Rudel

Wölfe breiten sich in Deutschland aus : In Brandenburg leben die meisten Rudel

Laut der Naturschutzorganisation WWF ist in Deutschland flächendeckend ein wolfsabweisender Herdenschutz nötig. Aktuell werden bundesweit 157 Rudel erfasst.

Petra Albers
Für das Wolfsmonitoring haben die Bundesländer mehr als 27.000 Hinweise ausgewertet (Archivbild).
Für das Wolfsmonitoring haben die Bundesländer mehr als 27.000 Hinweise ausgewertet (Archivbild).Foto: dpa

Bonn - In Deutschland sind derzeit 157 Wolfsrudel erfasst. Das geht aus den Erhebungen der Bundesländer für das Monitoring-Jahr 2020/21 (30. April) hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) am Donnerstag in Bonn veröffentlichten. Die meisten Rudel leben demnach in Brandenburg (49), gefolgt von Niedersachsen (35) und Sachsen (29).

Neben den Rudeln wurden 27 Wolfspaare und 19 sesshafte Einzelwölfe bestätigt. Von allen nachgewiesenen Wölfen waren mindestens 403 ausgewachsen. Für das Wolfsmonitoring haben die Bundesländer mehr als 27.000 Hinweise ausgewertet. Im vorhergehenden Monitoring-Jahr 2019/20 waren 131 Rudel, 45 Paare und neun Einzelwölfe nachgewiesen worden.

138 Wölfe wurden im letzten Monitoringzeitraum tot gefunden. Die meisten davon (107) starben bei Verkehrsunfällen.

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Nach Ansicht der Naturschutzorganisation WWF zeigen die aktuellen Zahlen zum Wolfsbestand, dass in Deutschland flächendeckend ein wolfsabweisender Herdenschutz nötig ist. „Weidetierhalter brauchen dafür geeignete Zäune, gut trainierte Herdenschutzhunde, ausreichende Schulungs- und Beratungsangebote sowie finanzielle Unterstützung.“ Dafür sollten die Bundesländer EU-Fördermittel in Anspruch nehmen.

Im Jahr 2020 wurden der DBBW 942 (2019: 887) Wolfsübergriffe mit 3959 (2894) getöteten, verletzten oder vermissten Nutztieren gemeldet. Die Bundesländer mit Wolfsvorkommen gaben demnach insgesamt rund 9,5 Millionen Euro für Herdenschutz- und Schadenausgleichzahlungen aus. (dpa)

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