• "Wir sind in Alarmbereitschaft": Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt

"Wir sind in Alarmbereitschaft" : Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt

Am Wochenende gab es ein Feuer in einem Wald bei Heidesee. Bisher brannte es in der Mark in diesem Jahr 23 Mal.

Anna Kristina Bückmann
In diesem Jahr brannte es bisher weniger als im vergangenen Jahr.
In diesem Jahr brannte es bisher weniger als im vergangenen Jahr.Foto: dpa

Heidesee - Viel Sonne und heiße Temperaturen haben die Waldbrandgefahr in Brandenburg steigen lassen. 4 von 16 Landkreisen standen am Montag auf Stufe 4 und damit bei einer hohen Brandgefahr, wie das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte. „Die Brände haben uns gezeigt, dass die Waldbrandgefahr mit den ersten Sonnenstrahlen wieder da ist“, sagte der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase der dpa. „Wir sind in Alarmbereitschaft.“

Ab Stufe 3 werden die Waldbrandzentralen in Eberswalde (Barnim) und Wünsdorf (Teltow-Fläming) besetzt. Am Montag saßen in der Zentrale Nord in Eberswalde vier und in Süd in Wünsdorf sechs Mitarbeiter plus jeweils ein Schichtleichter, wie Haase sagte.

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Bisher 23 Brände in diesem Jahr

Bereits im März und April waren die Zentralen an einzelnen Tagen besetzt, allerdings nur mit jeweils einem Mitarbeiter. Von den Zentralen aus halten die Beschäftigten das Brandgeschehen in Brandenburgs Wäldern im Blick. Dort gehen Meldungen der mehr als 100 Brandsensoren ein, die aufsteigenden Rauch in den Wäldern erfassen. Die Mitarbeiter alarmieren dann den Brand- und Katastrophenschutz.

23 Mal hat es in diesem Jahr in Brandenburgs Wäldern bereits gebrannt, auf einer Gesamtfläche von etwas mehr als 10 000 Quadratmetern. Das ist weniger als im vergangenen Jahr: Anfang April 2020 hatte es mindestens auf einer Fläche von insgesamt 4,5 Hektar Wald gebrannt.

„Wir sind glücklich. Es war zwischendurch noch sehr kühl und das Wetter sehr durchwachsen“, sagte Haase. Regen hätten den Boden feucht gehalten, zumindest oberflächlich. „Die tieferen Bodenschichten sind sehr trocken, das sieht man bereits in ein bis zwei Spatenstiche Tiefe.“ Das Wasserdefizit der vergangenen Jahre sei noch nicht ausgeglichen.

Am Wochenende gab es ein Feuer in einem Wald bei Heidesee (Dahme-Spreewald). Rund 500 Quadratmeter Fläche brannten, das Feuer wurde schnell gelöscht. Wegen des Rauches war auf der Autobahn 12 vor dem Dreieck Spreeau kurzzeitig die Sicht behindert. Auch zwischen Märkisch Buchholz und Halbe (Dahme-Spreewald) sowie im Landkreis Spree-Neiße brannte Wald von rund 500 beziehungsweise rund 100 Quadratmetern. Bis zum erwarteten Regen Mitte der Woche sollen die Waldbrandzentralen laut Haase besetzt bleiben. (dpa)

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