• Winter in Brandenburg: Weniger Schneefall, aber der Dauerfrost bleibt
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Winter in Brandenburg : Weniger Schneefall, aber der Dauerfrost bleibt

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor strengem Frost in Brandenburg. Auf den Straßen sorgt Glätte für widrige Bedingungen. Auf der A115 kippte ein Transporter um. Eine Person wurde verletzt.

Der Räumdienst in Potsdam hat derzeit einiges zu tun.
Der Räumdienst in Potsdam hat derzeit einiges zu tun.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Der Dauerfrost hat Brandenburg weiter fest im Griff. Auch am Dienstag liegen die Temperaturen wieder deutlich unter dem Gefrierpunkt. Die Höchstwerte liegen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zwischen -10 und -5 Grad. Am frühen Dienstagmorgen zeigte die Potsdamer Wetterstation -10,6 Grad an, nachdem es sich am Montag auf bis zu -12,8 Grad abgekühlt hatte. Im Laufe des Tages können die Temperaturen in der Mark zum Teil auf bis zu -20 Grad fallen, in der Nacht zu Mittwoch auf bis zu -24 Grad.

Nach dem starken Schneefall am Montag ist am Dienstag nur noch gelegentlich mit einigen Flocken zu rechnen. An der Grenze zu Sachsen erwarten die Meteorologen leichten Schneefall. Am Montag lag in Potsdam eine mehr als zehn Zentimeter dicke Schneedecke. Am Dienstagmorgen lag die Schneehöhe bei elf Zentimetern. Schon am 30. Januar waren die Menschen in Potsdam durch so eine  dicke Flockenschicht gestapft. 

Am Mittwoch kommt es in Brandenburg bei dichter Bewölkung vereinzelt zu Schnee. Vielerorts bleibt es bei Tiefsttemperaturen von bis zu -9 Grad jedoch niederschlagsfrei. Mit Schneefall können Brandenburger den Meteorologen zufolge am Donnerstag wieder rechnen.

Auf Brandenburgs Straßen bleiben die Bedingungen widrig.
Auf Brandenburgs Straßen bleiben die Bedingungen widrig.Foto: dpa

Transporter auf der A115 umgekippt

Schneefälle und Glätte sorgen für chaotische Verhältnisse auf den deutschen Autobahnen - auch in Brandenburg. Auf der A115 kam am Vormittag ein Transporter von der Fahrbahn ab und kippte um. Wie die Potsdamer Feuerwehr mitteilte, wurde eine verletzte Person gerettet. Zwei Fahrspuren mussten gesperrt werden. Verkehrsbehinderungen in Richtung Berlin waren die Folge.

Auf der A10 bei Spreeau (Kreis Oder-Spree) stellten sich zwei Lastwagen auf der glatten Fahrbahn quer und blockierten die Fahrbahn. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, sind die Lastwagen in der Nacht zu Dienstag zwischen dem Dreieck Spreeau und der Anschlussstelle Niederlehme liegen geblieben und weder vor noch zurückgekommen. Der Rückstau zog sich zwischenzeitlich bis nach Spreeau. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Magdeburg gesperrt. Mittlerweile wurde die Sperrung aufgehoben.

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In den Vortagen kam es im Bereich der Polizeidirektion West immer wieder zu witterungsbedingten Unfällen. In Potsdams Innenstadt stießen am Montagmorgen erst am Nauener Tor zwei Autos zusammen. Dann rutschte gegen Mittag in der Hans-Thoma-Straße ein Wagen in ein anderes Fahrzeug. Kurz darauf schlitterte ein Autofahrer in Bornstedt in einen parkenden Wagen. „Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass der überwiegende Teil der Autofahrer auf die Straßenverhältnisse eingestellt war und entsprechend vorsichtig gefahren wurde“, teilte die Polizeidirektion West am Montag mit.

Störungen bei der Bahn

Die extremen Wetterbedingungen machen auch der Bahn weiter zu schaffen. Die Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Hannover verkehren mit einem stark eingeschränkten Angebot, ebenso die Fernzüge in Richtung Erfurt, Frankfurt und München. Das teilte die Bahn auf ihrer Homepage mit. Fernverkehrstickets, die zwischen dem 6. und dem 9. Februar gekauft worden sind, können bis sieben Tage nach Störungsende flexibel genutzt oder kostenfrei storniert werden. Im Nahverkehr gibt es ebenfalls Störungen. Betroffen war am Dienstagmorgen auch der RE1.

Auf der Havel wurde der Fährverkehr der Linie F1 aufgrund von Eisbildung bis auf Weiteres eingestellt. Fahrgäste sollen auf die Buslinie 694 ab dem Hauptbahnhof auswichen. Darauf hat der Potsdamer Verkehrsbetrieb ViP am Dienstagmorgen hingewiesen. 

Feuerwehr warnt: Eisflächen nicht betreten 

Die Potsdamer Feuerwehr warnte davor, Eisflächen auf Seen, Flüssen und Teichen zu betreten. Trotz anhaltender Minustemperaturen in den vergangenen Tagen und einer augenscheinlich geschlossenen Eisdecke auf einigen Gewässern sei die Eisdecke zu dünn, um darauf gehen oder gar Schlittschuhlaufen zu können, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. 

„Wir appellieren an alle, die Flächen nicht zu betreten und die Gefahr nicht zu unterschätzen“, sagt Rainer Schulz, Bereichsleiter Gefahrenabwehr der Potsdamer Feuerwehr. Die Stadt wies in der Mitteilung darauf hin, dass derzeit keine Eisflächen zum Betreten freigegeben sind und auch keine Eisflächen freigegeben werden. (mit dpa)

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