• Wetter in Brandenburg und Berlin: Sonniges Osterwetter - mit Schattenseiten

Wetter in Brandenburg und Berlin : Sonniges Osterwetter - mit Schattenseiten

Über Ostern gibt es viel Sonne und Temperaturen bis zu 25 Grad in der Region. Allerdings zeichnet sich jetzt schon ab: Der April war zu trocken.

Ulrike von Leszczynski
Zu sonnig, zu trocken - das könnte Folgen für die Pflanzen haben.
Zu sonnig, zu trocken - das könnte Folgen für die Pflanzen haben.Foto: Swen Pförtner/dpa

Berlin/Potsdam - Auf das wunderbar sonnige Osterwetter fällt ein kleiner Schatten: Im April hat es in Berlin bisher viel zu wenig geregnet. Starke Schauer sind für den Rest des Monats auch nicht in Sicht. "Wenn das so weitergeht, wird es bedenklich", sagte Thomas Dümmel, Meteorologe an der Freien Universität Berlin.

Noch gleiche der viel zu feuchte März fehlende Niederschläge aus. Halte die Trockenheit aber auch im Mai und noch länger an, könne die Natur Probleme bekommen wie im vergangenen Jahrhundertsommer. Bisher habe es im April an der ältesten Messstelle im Stadtteil Dahlem erst 1,5 Liter pro Quadratmeter geregnet, sagte Dümmel. "Normal" seien für den gesamten Monat 42,2 Liter.

Auch der Februar war zu trocken

Bereits jetzt bemerken Hobbygärtner, dass Kübelpflanzen Wasser brauchen. Auch frisch Gepflanztes im Beet oder Balkonkasten lässt ohne Nachschlag aus der Gießkanne schnell die Blätter hängen. Auf dem Gelände der Landesgartenschau in Wittstock (Brandenburg) waren Mitarbeiter am Freitag mit langen gelben Schläuchen unterwegs.

Bereits der Februar sei in Berlin mit rund 19 Litern pro Quadratmeter zu trocken gewesen, berichtete Dümmel. Normal seien rund 52 Liter. Der nasse März mache das aber mehr als wett - es schüttete 62 Liter pro Quadratmeter, "normal" sind 37,5.

Für die nächsten Tage sind bis zu 25 Grad angekündigt- fast schon Sommergefühle. Für die nächste Woche rechnet Dümmel nur mit einzelnen Schäuerchen, nicht mit kräftigem Regen. "Da kommt im April nicht mehr viel", ergänzte der Meteorologe. (dpa)

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Ein großes Defizit in der Wachstumszeit: Im PNN-Interview hatte der Leiter der Potsdamer Regionalzentrale des Deutschen Wetterdienstes, Thomas Endrulat, gesagt, dass es etwa in Potsdam in den vergangenen 30 Tagen nur 14 Liter Wasser je Quadratmeter gegeben habe. Viel zu wenig.

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