• Vom Aussterben bedroht : 581 Tierarten in Brandenburg akut gefährdet

Vom Aussterben bedroht : 581 Tierarten in Brandenburg akut gefährdet

Die Vielfalt in der Tierwelt ist stark gefährdet. Vor allem Vogelarten sind vom Aussterben bedroht. Die Ursachen für die Entwicklung sind vielfältig.

Christian Bark
Das Birkhuhn ist in Brandenburg ausgestorben.
Das Birkhuhn ist in Brandenburg ausgestorben.Foto: dpa

Potsdam - Von den rund 15.000 Tierarten in Brandenburg stuft das Landesamt für Umwelt (LfU) 6000 Arten als gefährdet ein und führt sie auf Roten Listen. 581 Arten gelten demnach als akut gefährdet und drohen demnächst auszusterben. 389 Arten sind laut dem Landesamt bereits ausgestorben. Dazu zählen nach Angaben von LfU-Sprecher Thomas Frey etwa das Birkhuhn, der Kampfläufer und die Moorente. „Auch vom Seggenrohrsänger gibt es in den letzten Jahren keine Nachweise mehr“, sagte der Sprecher. Auerhuhn, Löffelente und Brachpieper seien in der Mark vom Aussterben bedroht.

„Wir haben schon lange darauf hingewiesen, dass es vor allem die Feldvögel sind, die starke Abwärtstendenzen aufweisen“, sagte Heidrun Schöning vom Naturschutzbund. Dem Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) zufolge waren in Brandenburg zuletzt 26 Vogelarten vom Aussterben bedroht.

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Die Gründe sind vielfältig

Die Gründe für die Entwicklung sind vielfältig. Hauptursachen sind laut dem LfU-Sprecher intensive landwirtschaftliche Nutzung, das Austrocknen von Gewässern und Mooren und besonders im urbanen Ballungsraum um Berlin auch die weitere Zersiedlung, Versiegelung und Zerschneidung der Landschaft. „Erschwert werden die Schutzbemühungen durch die klimatischen Veränderungen mit teilweise katastrophalen Auswirkungen der letzten aufeinanderfolgenden extremen Trockenjahre“, erklärte Frey.

„Insgesamt ist nur durch gezielte Artenschutzprogramme der Trend des Artensterbens zu stoppen“, sagte Bund-Naturschutzreferent Axel Heinzel-Berndt. Laut Frey konnte etwa über intensive Schutzmaßnahmen das Aussterben der Großtrappe in den vergangenen Jahren in Brandenburg verhindert und der Bestand auf mittlerweile wieder 400 Tiere erhöht werden. Hinzu kommen gezielte Wiederansiedlungen wie die des Wolfes. „Auch Auerhuhn und der Goldene Scheckenfalter wurden in den letzten zehn Jahren bereits erfolgreich wiederangesiedelt“, berichtete LfU-Sprecher Frey. (dpa)

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