• Vergewaltigungen in Brandenburg und Berlin: Angeklagter gesteht zum Prozessauftakt Serientaten

Vergewaltigungen in Brandenburg und Berlin : Angeklagter gesteht zum Prozessauftakt Serientaten

Der 30-Jährige wurde im Juli gefasst. Ihm werden sechs Vergewaltigungen und eine versuchte Vergewaltigung vorgeworfen. Auch in Potsdam und Kleinmachnow fielen dem Täter Frauen zum Opfer.

Jutta Schütz
Der Angeklagte wollte sich zum Prozessauftakt nicht für die Medien vorführen lassen. 
Der Angeklagte wollte sich zum Prozessauftakt nicht für die Medien vorführen lassen. Foto: dpa

Berlin - Nach einer Serie von Vergewaltigungen junger Frauen in Berlin und Brandenburg hat der Angeklagte zum Prozessauftakt die Taten pauschal gestanden. Der 30-Jährige ließ am Mittwoch über seinen Verteidiger erklären, er räume die Taten ein und bereue sie aufrichtig.

Die Verhandlung am Landgericht der Hauptstadt dauerte nur etwa eine halbe Stunde, Zeugen waren zunächst nicht geladen. Dem Angeklagten werden sechs Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung sowie Körperverletzung und versuchte räuberische Erpressung vorgeworfen.

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.

Über Wochen hinweg hatten im Sommer 2020 Meldungen zu gewalttätigen Übergriffen auf Frauen überwiegend im Berliner Südwesten große Verunsicherung und Besorgnis ausgelöst. Laut Anklage soll der mutmaßliche Täter sieben junge Frauen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren meist auf entlegenen Wegen überfallen haben.

Mitte Juli wurde der Angeklagte gefasst

Zu sechs Taten soll es im Juni und Juli 2020 südlich des Wannsees in Berlin und Brandenburg gekommen sein, zur siebten in Bernau. Der mutmaßliche Täter soll die Frauen von hinten gepackt, gewürgt, einige auch mit einem Messer bedroht haben. Er habe sie in entlegenere Gebiete gezerrt und vergewaltigt - auch in Potsdam und Kleinmachnow.

Zunächst gab er sich ausgesprochen freundlich, wie die Ermittler berichteten. Dann jedoch habe er die Frauen gepackt, gewürgt und schließlich vom Weg in entlegenere Gebiete gezerrt, um sie zu vergewaltigen. Schon im Sommer hatten die Ermittler über „massive körperliche Gewalt“ berichtet. Die meisten Opfer riefen vor Angst nicht um Hilfe. Die erste Tat ereignete sich am 12. Juni in Berlin-Grunewald. Mehrere Stunden nach der letzten Tat in Potsdam am Abend des 14. Juli wurde der Verdächtige schließlich in Zehlendorf gefasstSeitdem sitzt er in Untersuchungshaft

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.