• Unwetter in Brandenburg: Hunderte Einsätze für THW und Feuerwehr

Unwetter in Brandenburg : Hunderte Einsätze für THW und Feuerwehr

Die Wassermassen, die über Brandenburg niedergegangen sind, haben vielerorts zu vollgelaufenen Kellern und überfluteten Gehwegen und Straßen geführt. Besonders betroffen ist der Berliner Speckgürtel.

Charlotte Gerling Anna Ringle
Nach dem Regen: Die Feuerwehr versucht am 30. Juni, das Wasser in Leegebruch (Brandenburg) abzupumpen.
Nach dem Regen: Die Feuerwehr versucht am 30. Juni, das Wasser in Leegebruch (Brandenburg) abzupumpen.Foto: Paul Zinken/dpa

Keller voller Wasser, Riesenpfützen auf Straßen, überfüllte Kanalisationen und witterungsbedingte Unfälle: Der Starkregen über Brandenburg hat den Kameraden von Feuerwehr und THW bis weit in den Freitag hinein hunderte Einsätze beschert. "Wir hoffen, dass das in den nächsten Stunden abklingt, wenn der Regen nachlässt", sagte der Lagedienstführer der Regionalleitstelle Oderland am Freitagmittag.

Schwerpunkt sind nach Informationen der Regionalleitstellen der Feuerwehr die an Berlin angrenzenden Landkreise Oberhavel, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming und die Stadt Potsdam

Besonders betroffen von den Wassermassen waren nach Angaben des Landkreises Oberhavel die Stadt Oranienburg und die Gemeinde Leegebruch. "Wir haben zu Spitzenzeiten 600 Kräfte draußen gehabt", sagte der Pressesprecher des Landkreises, Ronny Wappler.

Kreisverwaltung in Oranienburg unter Wasser

In Oranienburg müssten zahlreiche Keller und Straßen leergepumpt werden, ein Baumarkt und ein Supermarkt seien überschwemmt gewesen. Der Regen setzte am Freitag die Kreisverwaltung außer Gefecht.

In die unteren Kellerräume, in denen die Server der Verwaltung stehen, sei Wasser gelaufen, erläuterte Wappler. "Die Nacht haben wir damit verbracht, das Wasser rauszupumpen", sagte er. Die Server seien heruntergefahren worden, um die Daten zu sichern.

Von der Betriebsruhe seien zahlreiche Einrichtungen wie das Jobcenter oder die Kfz-Zulassungsstelle betroffen. Elterngeldzahlungen könnten am Freitag nicht angewiesen werden und würden sich möglicherweise verspäten. Ab Montag sei die Kreisverwaltung wieder geöffnet, hieß es. Besonders bei der Kfz-Zulassungsstelle rechne man mit verstärktem Andrang, weil viele Autofahrer nach Fahrten durch tiefe Pfützen ihre Nummerschilder verloren hätten.

Gemeindegebiet von Leegebruch von Wasser überschwemmt

In Leegebruch könne das Regenwasser wegen der angrenzenden B 96 und dem Berliner Ring kaum abfließen, so der Sprecher. "Das ganze Gemeindegebiet ist von Wasser überschwemmt", erläuterte Wappler. Bürger brächten ihr Hab und Gut aus den Kellern in Sicherheit.

Am Freitagmittag ebbte laut Regionalleitstellen die Zahl der Einsätze teilweise ab. In Oberhavel waren nach Informationen der Kreisverwaltung noch 150 Kräfte unterwegs. Die örtlichen Einsatzkräfte seien von Feuerwehren etwa aus Gransee, Fürstenwalde oder dem Löwenberger Land und dem THW aus Eberswalde unterstützt worden. (dpa)

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