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Trockenheit : Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt wieder an

Aufgrund der Trockenheit der letzten Tage steigt die Waldbrandgefahr in Brandenburg wieder an. Am Sonntagabend kann es in einigen Teilen des Landes zu kräftigen Gewittern und Starkregen kommen.

Klaus Peters Anna Kristina Bückmann
In einigen Landkreisen in Brandenburg wurde die höchste Waldbrandwarnstufe 5 ausgerufen.
In einigen Landkreisen in Brandenburg wurde die höchste Waldbrandwarnstufe 5 ausgerufen.Foto: Andreas Klaer

Potsdsam - Angesichts der hohen spätsommerlichen Temperaturen rechnet das Brandenburger Umweltministerium in den kommenden Tagen mit steigender Waldbrandgefahr. „Die geringen Niederschläge haben die Waldböden bis in tiefe Schichten vollständig austrocknen lassen“, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. „Auch die Regenschauer der vergangenen Tage waren nur ein Tropfen auf den märkischen Sand.“ Sonne und Wind hätten dem Boden die wenige Feuchtigkeit schnell wieder entzogen.

Nach Angaben des Ministeriums mussten die Feuerwehren bis Mitte August bereits zu mehr als 350 Waldbränden ausrücken. Insgesamt stand eine Fläche von 1330 Hektar Wald in Flammen. In den meisten Fällen sei es bei kleinen Bodenbränden geblieben und die Feuer konnten in 90 Prozent der Fälle schnell wieder gelöscht werden. Bei neun Bränden war eine Fläche von mehr als zehn Hektar betroffen. Der größte Waldbrand am 3. Juni auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog-West erreichte eine Fläche von 744 Hektar.

Alle Großbrände hätten sich auf Flächen mit hoher Munitionsbelastung ereignet, berichtete das Ministerium. Daher konnte die Feuerwehr nur aus der Ferne die Brände eindämmen. In besonderen Gefahrenlagen kamen auch Löschhubschrauber zum Einsatz.

Gewitter und Starkregen für Brandenburger Südwesten

Ab dem Sonntagnachmittag kann es im Süden und Westen des Landes zu kräftigen Gewittern und Starkregen kommen. Ein Hochdruckgebiet bringt am Nachmittag und Abend von der Niederlausitz über Teltow-Fläming bis ins Havelland Gewitter und heftigen Starkregen mit über 25 Liter pro Quadratmeter, wie der Deutsche Wetterdienst auf seiner Internetseite mitteilte. Eine zuvor gemeldete Unwetterwarnung des DWD wurde aufgehoben. Neben heftigem Regen und Gewittern sind Sturmböen mit 70 km/h und Hagel möglich. In der Nacht lassen die Gewitter dann nach. Für Montag kündigten die Meteorologen einen Wechsel aus Sonne und Wolken an, besonders ab dem Mittag örtlich Schauer oder starke Gewitter bei Temperaturen um 29 bis 32 Grad. Unwetter mit heftigem Starkregen sind laut DWD nicht ausgeschlossen. (dpa)