Tourismus : Mehr Übernachtungen in Brandenburger Jugendherbergen

Viele Familien zieht es am Wochenende raus in die Natur Brandenburgs. Beliebte Ziele sind Potsdam und der Spreewald. 

Jule Damaske
Ein Mehrbettzimmer in der Jugendherberge Potsdam.
Ein Mehrbettzimmer in der Jugendherberge Potsdam.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Jugendherbergen in Brandenburg haben in den ersten acht Monaten des Jahres rund 165.000 Übernachtungen gezählt. Das sind nach Angaben des Verbands knapp zwei Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2018, wie der Verband mitteilte. Oberstufenklassen machten 40 Prozent der Übernachtungen aus, sagte Verbandssprecher Marcus Hirschberg. Knapp 17 Prozent der Besucher sind nach seinen Angaben Familien, die vor allem an Wochenenden in die Brandenburger Natur fahren. Rucksacktouristen seien hingegen selten. Diese gingen eher nach Berlin zum „Metropolen-Hopping“, sagte er.

Alle Jugendherbergen sind nahe am Wasser

„Die Menschen kommen gerne. Vor allem Potsdam und der Spreewald sind beliebt“, sagte Hirschberg. Im Spreewald sei die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent gestiegen. Der Verband setzt in Brandenburg laut Hirschberg vor allem im ländlichen Bereich auf Naturnähe. „Es gibt nicht eine brandenburgische Jugendherberge, die nicht am Gewässer liegt“, sagte Hirschberg. Viele Besucher nutzten den Urlaub zum Wandern, fahren Rad oder sind mit dem Kanu unterwegs.

Zwei der insgesamt 15 Jugendherbergen in Brandenburg liegen in der Nähe von Gedenkstätten und Museen zur Erinnerung an ehemalige Nazi-Konzentrationslager: in Sachsenhausen und Ravensbrück. Viele Schulklassen reisten, um sich dort zu informieren. Für den Verband sei das ein politischer Auftrag, sagte Hirschberg.