• Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Brandenburgs Sparkassen streiken am Mittwoch

Tarifstreit im öffentlichen Dienst : Brandenburgs Sparkassen streiken am Mittwoch

Im Kampf für höhere Löhne setzt Verdi weiter auf Arbeitsniederlegungen. Am Mittwoch sollen die Brandenburger Sparkassen bestreikt werden.

Verdi hat erneut zum Streik aufgerufen.
Verdi hat erneut zum Streik aufgerufen.Foto: dpa

Potsdam - Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst setzt die Gewerkschaft Verdi erneut auf einen Warnstreik. Am Mittwoch (7.10.) sollen die Mitarbeiter der Brandenburger Sparkassen die Arbeit niederlegen. Betroffen sind auch Kunden aus Potsdam und der Mittelmark, die ein Konto bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse haben.

Zudem wurden die Beschäftigten der Sparkasse Barnim, Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin, der Kreissparkasse Märkisch-Oderland, der Sparkassen Uckermark, Spree-Neiße, der Sparkasse Niederlausitz, Elbe-Elster und Prignitz von Verdi zum Streik aufgerufen. Wie die Gewerkschaft mitteilte, müssen sich Kunden auf geschlossene Filialen beziehungsweise Wartezeiten einstellen. Der Warnstreik soll den ganzen Tag andauern.

„Auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber immer noch kein Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber verschleppen damit die Verhandlungen unnötig“, so Verdi-Landesbezirksleiter Frank Wolf. Die zentrale Streikkundgebung findet ab 11 Uhr vor dem Gebäude der Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg statt.

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Mindestens 150 Euro mehr Lohn pro Monat

Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Die Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikanten sollen um 100 Euro monatlich steigen. Verdi fordert eine Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.

„Die Beschäftigten der Sparkassen haben auch in den Zeiten der Pandemie dafür gesorgt, dass der Betrieb aufrecht erhalten werden konnte. Daher ist eine angemessene Erhöhung auch ihrer Einkommen gerechtfertigt“, so Sebastian Orthmann, zuständiger Gewerkschaftssekretär für Finanzdienstleistungen.

Erst am vergangenen Dienstag wurde in Potsdam der öffentliche Nahverkehr bestreikt. Am Donnerstag legten die Verwaltungsangestellten des Potsdamer Rathauses die Arbeit nieder. Auch die Kommunalverwaltungen von Hennigsdorf und Kremmen (beide Oberhavel) beteiligten sich an dem Warnstreik. Ebenfalls am Donnerstag kam es beim Warnstreik am Betriebsgelände der Potsdamer Stadtreinigung Step zu einer Auseinandersetzung zwischen Step-Geschäftsführer Burkhardt Greiff und Streikenden.

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.