STAATSSEKRETÄRE : Gerangel um Heidemanns

Henning Heidemanns
Henning Heidemanns

Er wird ihn nicht los. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke), wegen Fördergeld-Affären unter Druck, versucht weiter, seinen Staatssekretär Henning Heidemanns abzulösen. Wie beim gescheiterten ersten Anlauf vor einigen Monaten, als der neue Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ein Veto einlegte, kommt Christoffers wohl wieder nicht durch. Dies verlautet aus der rot-roten Regierungskoalition. Wenige Monate vor der Landtagswahl sei ein „Spaziergänger“ auf Landeskosten nicht vermittelbar, heißt es. Christoffers hatte auf einer Belegschaftsversammlung im Ministerium erst vor zwei Wochen erklärt und Erwartungen geweckt, dass die Personalie bis nächsten Freitag gelöst werde.

Die Chance, Heidemanns in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken, hatte er 2012 verpasst. Damals wechselten die Linken ihre Staatssekretäre im Umwelt- und Justizministerium aus. Christoffers wurde angeboten, sich von Heidemanns zu trennen, was er ablehnte. Inzwischen gilt das Verhältnis als völlig zerrüttet. Und Heidemanns, auch ein Grund für die Aktivitäten des Ministers, ist inzwischen mit der Leiterin der Grundsatzabteilung des Ministeriums verheiratet. Eine beamtenrechtlich nicht unproblematische Unterstellung, unübersehbar schon auf dem Organigramm im Eingang des Ministeriums. Heidemanns ist seit Wochen weg, erst im Urlaub, danach krank. Einen verabredeten Abgang gibt es im Arbeitsministerium: Staatssekretär Wolfgang Schroeder geht zurück an eine Uni. Die Stelle wird nicht neu besetzt. thm