Brandenburg : Rechtsanwalt Plöger an Krebs gestorben

Berlin - Der Berliner Prominenten-Anwalt Hanns-Ekkehard Plöger ist tot. Plöger, der unter anderem Angehörige von Maueropfern im Honecker-Prozess vertrat, starb in der Nacht zu Samstag im Alter von 66 Jahren, teilte sein Sohn Hanns-Oliver Plöger am Montag in Berlin mit. Er bestätigte damit Medienberichte. Plöger litt seit langem an einer Krebserkrankung. Der Anwalt mit Faible für farbenfrohe Sakkos und Krawatten zählte in Deutschland zu den bekanntesten Vertretern seines Berufsstandes. In der Verhandlung gegen den früheren DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker vertrat er Nebenkläger. Auch im Prozess um den Bombenanschlag auf die Berliner Discothek „La Belle“ agierte Plöger als Opfer-Anwalt. Wegen mancher Eskapaden vor Gericht war er nicht unumstritten. So fiel er im Honecker-Prozess auf, weil er den Verdacht äußerte, der Ex-Staatschef habe sich vor Gericht durch einen Doppelgänger vertreten lassen. Die Beerdigung ist nach Angaben der Familie für den 3. Juni auf dem Friedhof in Lichtenrade vorgesehen. Plöger hatte trotz seiner schweren Erkrankung noch im Januar im Rollstuhl an einem Strafprozess teilgenommen. Er hinterlässt eine Frau und drei erwachsene Kinder. Sohn Hanns-Oliver sagte, er und seine Schwester Maya-Sylviane, beide Anwälte, würden die Kanzlei fortführen. dpa