• Preise für Brandenburgs Programmkinos: Medienboard fördert Kinos in der Krise

Preise für Brandenburgs Programmkinos : Medienboard fördert Kinos in der Krise

Zur Hilfe für die geschlossenen Lichtspieltheater gibt es eine Rekordsumme von 1,5 Millionen Euro. Thalia und Kammerspiele erhalten Hauptpreise.

Gerd Roth
Einer der Hauptpreise ging an das Babelsberger Thalia-Kino. 
Einer der Hauptpreise ging an das Babelsberger Thalia-Kino. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Für ihr besonderes Filmprogramm werden 96 Kinos in Berlin und Brandenburg ausgezeichnet. Das Medienboard Berlin-Brandenburg stellt dafür nach Angaben vom Donnerstag mit insgesamt 1,5 Millionen Euro eine Rekordsumme für den Kinoprogrammpreis bereit. Honoriert werden solle damit „das unglaubliche Durchhaltevermögen, das unermüdliche Engagement und die immense Kreativität“ im Ausnahmejahr der Pandemie. 96 Kinos erhalten demnach eine Sofortprämie von 5000 Euro. Die 51 ausgezeichneten Kinos des Vorjahres erhielten noch einmal die gleiche Prämie wie 2020 zwischen 5000 bis 35 000 Euro. Unter den Preisträgern waren das neue Potsdamer Kino im MedienCampus Babelsberg, das einen mit 5000 Euro dotierten Preis erhielt. Der Scala-Kulturpalast in Werder (Havel) bekam wie das Hofgarten-Kino in Bad Belzig jeweils 15000 Euro. Das Scala-Kino erhielt jüngst die im März vorigen Jahres zugesicherte Förderung durch die Werderaner Stadtverwaltung. Die Kommune unterstützt den Freundeskreis des Kinos mit 199 000 Euro, das Geld soll für den Kauf des Gebäudes genutzt werden, um den historischen Kulturstandort zu sichern.

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Mehr zum Thema

Zwei der Kinoprogramm-Hauptpreise, die mit je 35 000 Euro dotiert sind, gingen an das Potsdamer Thalia-Kino in Babelsberg und an die Neuen Kammerspiele in Kleinmachnow. Da eine Jahresprogrammierung im Corona-Jahr nicht möglich gewesen sei, habe sich das Medienboard am Programm der Kinos von 2019 orientiert, hieß es. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass Kinos die Herausforderungen weiter überstehen – damit wir bald wieder sicher großes Kino erleben können“, sagte Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus.

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.