• Parteitag in Schönefeld: Sebastian Walter neuer Landeschef der Linken

Parteitag in Schönefeld : Sebastian Walter neuer Landeschef der Linken

Der Fraktionsvorsitzende im Landtag, Sebastian Walter, wurde am Sonntag zum Landeschef der Linken gewählt. Er führt den Brandenburger Landesverband nun im Duo mit der wiedergewählten Katharina Slanina.

Sebastian Walter und Katharina Slanina. 
Sebastian Walter und Katharina Slanina. Foto: Fabian Sommer/dpa

Schönefeld  - Die durch Wahlschlappen und Mitgliederschwund gebeutelte Brandenburger Linke will mit einer neuen Landesspitze aus der Krise kommen. Beim zweitägigen Parteitag in Schönefeld wählten die Delegierten am Sonntagvormittag Sebastian Walter zum neuen Landeschef. Der 31-jährige Fraktionsvorsitzende im Landtag erhielt 89 Stimmen (knapp 69 Prozent). Für seinen Gegenkandidaten, den früheren Potsdamer Bundestagsabgeordneten Norbert Müller, stimmten 39 Delegierte (30 Prozent). Es gab eine Enthaltung. 

Katharina Slanina wiedergewählt 

Müller war gemeinsam mit der Medienpädagogin Anja Kreisel aus Frankfurt (Oder) angetreten, die 38 Stimmen erhielt und sich der bisherigen Landesvorsitzenden Katharina Slanina geschlagen geben musste, für die 67 Prozent der Delegierten stimmten. Slanina hatte den Landesverband seit zwei Jahren gemeinsam mit Anja Mayer geführt, die nicht wieder antrat.

Während Müller und Kreisel ihre Kandidatur schon frühzeitig erklärt hatten, hatte Walter erst am Freitag bekanntgegeben, dass er ebenfalls antreten werde. "Ich bin kein Heilsbringer", sagte Walter in seiner Rede. Gemeinsam mit Slanina werde er aber alles versuchen, um die Partei wieder zu einen. "Ab morgen müssen wir die Selbstbeschäftigung beenden", so Walter. 

In der Generaldebatte am Samstag waren die Genossen miteinander hart ins Gericht gegangen. Von innerparteilichen Grabenkämpfen war viel die Rede gewesen. Bei der Bundestagswahl 2021 hatte die Linke in Brandenburg mit 8,5 Prozent ihr Zweitstimmergebnis von 2017 etwa halbiert. Nach zehn Jahren Rot-Rot in Brandenburg ist die Partei seit der Landtagswahl 2019 in der Opposition. 

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