Brandenburg : NACHRICHTEN

Grüne: Einfuhrverbot für Insektizid

Potsdam - Die Grünen im Brandenburger Landtag befürchten ein Bienen- und Insektensterben durch aus Polen eingeführte Rapssaat, die mit einem in Deutschland nicht zugelassenen Insektizid behandelt wurde. Das Agrarministerium habe bestätigt, dass es in Brandenburg verwendet werde, kritisierte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Benjamin Raschke. Das Insektizid gelangt deshalb auf Brandenburgs Felder, weil Landwirte das behandelte Rapssaatgut in Polen bestellen und dann auf die eigenen Felder aufbringen. Es drohten damit nicht nur erhebliche Verluste der Bienen- und Insektenwelt, sondern auch Rückstände im Honig, so Raschke. Die Landesregierung müsse sich auf Bundesebene für ein Einfuhr-Verbot einsetzen. Zudem sollte es ein umfassendes Untersuchungsprogramm für Pestizid-Rückstände geben. Bei dem in Deutschland nicht zugelassenem Insektizid handelt es sich den Angaben nach um das Mittel Lumiposa mit dem Wirkstoff Cyantraniliprol. Es sei im April 2017 in Polen zugelassen worden. dpa

Anschlag auf AfD-Bürgerbüro

Finsterwalde - Auf das Bürgerbüro des Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Sven Schröder in Finsterwalde (Elbe-Elster) ist erneut ein Anschlag verübt worden. Unbekannte warfen Gegenstände auf die Glasscheibe des Ladenlokals, sagte ein Sprecher des Polizeilagedienstes am Sonntag. Die Scheibe sei beschädigt worden, aber nicht zu Bruch gegangen. Die Ermittlungen liefen. Nach Angaben von Schröder ist es der dritte Angriff auf sein Bürgerbüro. dpa

Schau über evangelische Häftlinge

Oranienburg - Die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen würdigt die protestantischen Häftlinge, die zwischen 1936 und 1945 in dem Konzentrationslager inhaftiert waren, mit einer Ausstellung. Unter dem Titel „Religion: Evangelisch“ werden Biografien von 15 Männern vorgestellt, darunter auch von zwei SS-Angehörigen, die aktive Mitglieder der evangelischen Kirche waren, so die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Die Wanderausstellung wird am 18. März eröffnet und ist bis zum 27. Mai zu sehen.epd

Schwerverletzte bei Wildunfall

Lieberose - Bei einem Wildunfall sind zwei Menschen in Lieberose schwer verletzt worden. Eine trächtige Hirschkuh stand am Freitagabend mitten auf der Straße. Der Fahrer des Kleintransporters wollte ausweichen – und landete nach Polizeiangaben jedoch an einem Straßenbaum. Der 50-Jährige und sein 26 Jahre alter Beifahrer wurden schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Zu ihrem Zustand gab es am Sonntag keine Angaben. Das Tier starb am Unfallort. Auf Fotos ist zu erkennen, dass auch das ungeborene Junge nicht überlebte. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass eine Elchkuh mit ihrem Kalb ums Leben kam. Der Jagdpächter sagte jedoch, es habe sich um eine große Hirschkuh gehandelt. dpa