Brandenburg : NACHRICHTEN

Keine Indizien auf Schweinepest nach Fund von toten Schweinen

Oranienburg - Nach dem Fund von drei toten Wildschweinen am Pinnower See geht der Landkreis Oberhavel bislang nicht von einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest aus. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, sagte eine Kreissprecherin am Sonntag auf Anfrage. Die Tiere seien geborgen und in ein Landeslabor nach Frankfurt (Oder) gebracht worden. Dort sollen noch Proben ausgewertet werden, um die Todesursache endgültig zu klären. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich seit einigen Jahren vor allem in Osteuropa aus. Es gibt Befürchtungen, dass sie auch in Deutschland ankommen könnte. Der Erreger tritt bei Haus- und Wildschweinen auf, für den Menschen gilt er als ungefährlich. Bei den drei Wildschweinen nahe Oranienburg nehme man an, dass sie schon vor Wochen starben, sagte die Landkreissprecherin. Möglicherweise seien die Tiere während der noch kalten Tage ins Eis eingebrochen. Der Fundort liege in einem Natur- und Wasserschutzgebiet. Verendete Wildschweine werden der Sprecherin zufolge immer wieder in dem Landkreis entdeckt. Der jetzige Fund sei an sich nichts Ungewöhnliches. dpa

Woidke und Golze: Brauchen starke Gewerkschaften und Betriebsräte

Potsdam - Vor dem Tag der Arbeit am Dienstag, dem 1. Mai, hat die rot-rote Landesregierung für starke Gewerkschaften und Betriebsräte in Brandenburg geworben. Sie sorgten für bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und mehr Gerechtigkeit, erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Sonntag laut Mitteilung der Staatskanzlei. Auch Arbeitsministerin Diana Golze (Linke) betonte in einer Mitteilung: „Brandenburg braucht mehr Betriebsräte. Gute Arbeit ist ohne Betriebsräte undenkbar.“ Die betriebliche Mitbestimmung in den Unternehmen sei notwendig, um die Arbeitsbedingungen in Brandenburg weiter zu verbessern. Woidke sagte, die Arbeitsmarktzahlen belegten, dass Brandenburg auf dem richtigen Weg sei. „Dennoch ist die Arbeitswelt für zu viele Menschen bei Weitem nicht in Ordnung. Mir machen die geringe Tarifbindung, die nach wie vor teils großen Lohnunterschiede zwischen Ost und West, Tricksereien rund um den gesetzlichen Mindestlohn und die noch bedrückend hohe Zahl von Langzeitarbeitslosen Sorgen.“ Laut Arbeitsagentur waren im April in Brandenburg rund 85 800 Arbeitslose gemeldet – fast 8400 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei sechseinhalb Prozent und damit über dem bundesweiten Durchschnitt von 5,3 Prozent. dpa