• Susanna Karawanskij soll Sozialministerin in Brandenburg werden

Nach dem Rücktritt von Diana Golze : Susanna Karawanskij soll Sozialministerin werden

Die Brandenburger Linke hat eine Nachfolgerin für die zurückgetretene Gesundheitsministerin Diana Golze gefunden: Die 38-jährige Susanna Karawanskij soll am Freitag dem Landesvorstand vorgeschlagen werden. Momentan ist sie Sprecherin für Kommunalfinanzen der Linke-Bundestagsfraktion.

Marion Kaufmann
Die Bundestagabgeordnete Susanna Karawanskij (Die Linke) spricht während der Debatte um den Haushalt im Bundestag. Foto: Sebastian Gollnow/dpa 
Die Bundestagabgeordnete Susanna Karawanskij (Die Linke) spricht während der Debatte um den Haushalt im Bundestag. Foto: Sebastian...Foto: Sebastian Gollnow/dpa 

Potsdam - Die Linken-Politikerin Susanna Karawanskij soll nach dem Rücktritt von Diana Golze im Pharmaskandal neue Gesundheitsministerin in Brandenburg werden. Das wurde am Donnerstag aus Parteikreisen bekannt. Anja Mayer, die gemeinsam mit Golze die Brandenburger Linkspartei führt, will sich erst am Freitag offiziell zu der Personalie äußern. "Wasserstandsmeldungen kommentiere ich nicht", sagte Mayer den PNN. Entschieden werden am Freitag im Landesvorstand.

Eine ausgewiesene Expertise für Gesundheitsthemen ist bei Karawanskij nicht zu erkennen. Die Linkspolitikerin wurde 1980 in Leipzig geboren, wo sie Politikwissenschaft und Kulturwissenschaften studierte. Von 2013 bis 2017 saß sie als Abgeordnete im Bundestag, wurde dann nicht wiedergewählt. Seither ist sie Mitarbeiterin der Linken-Bundestagsfraktion. 

Kommenden Mittwoch soll die neue Sozialministerin im Landtag vereidigt werden. Gemeinsam mit dem bisherigen BTU-Präsidenten Jörg Steinbach (parteilos), der auf Albrecht Gerber (SPD) als Wirtschaftsminister folgt. 

Andreas Büttner soll Staatssekretär werden

Aus Brandenburger Sicht fast noch spannender ist der geplante Wechsel auf Staatssekretärsebene: Der frühere FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Andreas Büttner, soll nach PNN-Informationen neuer Staatssekretär im Sozialministerium werden. Büttner war erst 2015 bei der FDP aus und in die Linke eingetreten. Er soll Almuth Hartwig-Tiedt (Linke), die durch den Pharmaskandal untragbar geworden war: Wie Golze war auch sie nicht über die  Vorgänge im Lunapharm-Fall informiert gewesen. Büttner ist von Beruf Polizist. Die Personalie wollte er auf Anfrage zunächst nicht kommentieren. 

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