• Mysteriöses Fischsterben im Pastlingsee Grüne sehen Verbindung zu Vattenfall

Brandenburg : Mysteriöses Fischsterben im Pastlingsee Grüne sehen Verbindung zu Vattenfall

Schenkendöbern - Tote Fische an den Ufern des Pastlingsees: In den vergangenen Tagen ist es zu einem großen Fischsterben in dem Gewässer in Südbrandenburg gekommen. „Es stinkt erbärmlich“, sagte der Sachbearbeiter für Bergbaufragen von Schenkendöbern, Andreas Stahlberg, am Mittwoch. Der örtliche Anglerverein schätzt, dass mehrere Hundert Tiere verendeten, darunter Zander und Hechte – knapp eine Tonne Fisch.

„Seit Jahren sinkt der Wasserstand“, sagt Stahlberg. Die heißen Temperaturen haben ihr Übriges getan. Die Gemeinde, aber auch brandenburgische Grünen-Politiker und der Anglerverein bringen den Wasserverlust mit dem Energiekonzern Vattenfall in Verbindung. Dieser betreibt in der Nähe den Tagebau Jänschwalde. Das schwedische Unternehmen wies einen Zusammenhang zurück. Um einen Tagebau betreiben zu können, wird Grundwasser abgepumpt. Hier sehen die Kritiker die Verbindung zum schwindenden Wasser des Sees. Vattenfall teilte mit, dass ein solcher Zusammenhang nicht bestehe. Fehlende Niederschläge seien stattdessen der Grund.

Der Konzern hat nach eigenen Angaben zugleich angeboten, Wasser in den See zuzuleiten. Von Behördenseite sei bislang noch keine Entscheidung zu dem Vorschlag getroffen worden. Grünen-Politiker wollen am 27. Juli den See mit Anwohnern, Anglern, Vattenfall- und Gemeindevertretern besichtigen. Der Pastlingsee und das angrenzende Moor sind ein Naturschutzgebiet und gehören zum Europäischen Naturschutznetz. dpa

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