• Lange Warteschlangen, volle Tische: Woidke serviert bei Frank Zander Gänsebraten für Obdachlose

Lange Warteschlangen, volle Tische : Woidke serviert bei Frank Zander Gänsebraten für Obdachlose

Tausende Obdachlose waren am Freitag zum traditionellen Weihnachtsfest von Frank Zander in Berlin gekommen. Viele Prominente unterstützten die Aktion. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke.

änger Frank Zander (links) begrüßte seine Gäste im Hotel Estrel beim traditionellen Weihnachtsessen für Menschen von der Straße.
änger Frank Zander (links) begrüßte seine Gäste im Hotel Estrel beim traditionellen Weihnachtsessen für Menschen von der Straße.Foto: Britta Pedersen/dpa

Berlin - Sänger und Entertainer Frank Zander (74) hat am Freitag in Berlin 3000 Obdachlose und Bedürftige zum traditionellen Weihnachtsfest mit Gänsebraten und Showprogramm eingeladen. Vor dem Estrel-Hotel im Stadtteil Neukölln standen die Gäste am Nachmittag im Regen geduldig am Eingang an. Rund 800 prominente Kellner servierten das Festmahl an runden Tischen im größten Saal des Hotels. Auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (alle SPD) hatten sich auf der Helfer-Liste eingetragen.

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident des Landes Brandenburg, half im Hotel Estrel beim traditionellen Weihnachtsessen für Menschen von der Straße als Kellner aus.
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident des Landes Brandenburg, half im Hotel Estrel beim traditionellen Weihnachtsessen für...Foto: Britta Pedersen/dpa

Nach Zanders Angaben ist das Weihnachtsfest für Menschen von der Straße das größte in Europa. Es fand zum 24. Mal statt. Beliebt bei Obdachlosen ist das Bühnenprogramm, bei dem Zander auch selbst auftrat. Kaum ein Gast verließ die Feier mit leeren Händen.

Auch Gregor Gysi half beim Servieren im Hotel Estrel.
Auch Gregor Gysi half beim Servieren im Hotel Estrel.Foto: Jens Kalaene/dpa

Rund 250 Freiwillige hatten Geschenktüten gepackt - darin zum Beispiel warme Unterwäsche und Schlafsäcke. Sponsoren hatten für die Bescherung palettenweise Süßes und warme Kleidung zur Verfügung gestellt. Auch soziale und kirchliche Einrichtungen unterstützten das Fest. In Berlin leben geschätzt 4000 bis 8000 Menschen auf der Straße. Viele stammen aus Osteuropa.