• Landtag Brandenburg: SPD-Fraktionschef Mike Bischoff hört auf

Landtag Brandenburg : SPD-Fraktionschef Mike Bischoff hört auf

Brandenburgs SPD-Fraktionschef Mike Bischoff hört auf. Ein mögliches Ministeramt in der künftigen Kenia-Koalition ist nicht der Grund für seinen Rückzug.

Mike Bischoff, wiedergewählter Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Brandenburg.
Mike Bischoff, wiedergewählter Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Brandenburg.Foto: Christophe Gateau/dpa

Potsdam  - Die SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag stellt sich zu Beginn der Legislatur neu auf. Der bisherige Fraktionschef Mike Bischoff gab am Dienstag seinen Rückzug bekannt. Ein Nachfolger soll bei der Klausur am 21. und 22. November bestimmt werden. Über die Nachfolge wolle er nicht spekulieren. „Wir haben gute Abgeordnete. Im Grunde kommt jeder in Frage.“ Dem Vernehmen nach will der Generalsekretär der SPD, Erik Stohn, neuer Fraktionschef werden. Auch der bisherige parlamentarische Geschäftsführer Björn Lüttmann käme in Frage.

Bischoff wollte schon im September gehen

Ein mögliches Ministeramt im künftigen Kenia-Kabinett sei nicht der Grund für seinen Rückzug, betonte Bischoff. Das habe er nie angestrebt. Er hätte bereits im September den Staffelstab übergeben wollen, habe aber auf Bitten von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit dem Schritt gewartet, um keine Unruhe in die Koalitionsverhandlungen zu bringen. Er gebe den Fraktionsvorsitz ab, um den Weg frei für nötige Erneuerung innerhalb der SPD zu machen.  "Die SPD hat wirklich sehr gute jüngere Abgeordnete", sagte der 54-Jährige am Dienstag vor Journalisten. Das Festhalten an Ämtern verzögere die Erneuerung. „Das möchte ich persönlich anders handhaben“. 

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Seit Anfang 2016, nach dem Tod von Klaus Ness, war Bischoff Fraktionschef. Seine Gesundheit sei in Ordnung, er möchte sie aber nicht aufs Spiel setzen, erklärte er. „Ab und zu ist es an der Zeit, Prioritäten zu überprüfen.“ Jetzt, wo die Legislatur beginnt, sei der richtige Zeitpunkt dafür. „Das ist eine Chance für neue Köpfe in der SPD-Fraktion.“ Der gebürtige Schwedter will weiter politisch aktiv und als direkt gewählter Abgeordneter weiter im Landtag sein.