• Kommunal- und Europawahl: In Brandenburg fehlen noch Hunderte Wahlhelfer

Kommunal- und Europawahl : In Brandenburg fehlen noch Hunderte Wahlhelfer

In weniger als zwei Monaten stehen die Kommunal- und Europawahl an. Dafür brauchen die Kommunen ehrenamtliche Helfer. Mancherorts, wie in Potsdam, fehlen noch zahlreiche Freiwillige.

Gudrun Janicke
In Potsdam fehlen noch 300 Wahlhelfer.
In Potsdam fehlen noch 300 Wahlhelfer.Foto: arifoto UG/dpa

Für die Europa- und Kommunalwahlen am 26. Mai fehlen mancherorts noch Wahlhelfer. Die Stellen in den Landkreisen hätten bisher meist besetzt werden können, ergab eine stichprobenartige Befragung der Deutschen Presse-Agentur. Gesucht werden Helfer allerdings noch in den größeren Städten.

In Potsdam fehlen 300 Wahlhelfer

Die Landeshauptstadt Potsdam hat bisher 1150 Wahlhelfer. "Uns fehlen aber noch knapp 300", sagte ein Sprecher. Er sei sich allerdings sicher, dass bis zum Wahltag ausreichend Wahlhelfer vorhanden seien.

Auch in der Stadt Cottbus werden noch rund 300 Wahlhelfer gesucht. "Inklusive einer Reserve benötigen wir rund 1200 Wahlhelfer", sagte eine Sprecherin der Stadt. "Wir haben einen Aufruf im Amtsblatt veröffentlicht und sind zuversichtlich, dass sich genügend Freiwillige melden."

In der Gemeinde Kloster-Lehnin (Potsdam-Mittelmark) sind bisher 80 Prozent der benötigten 135 Wahlhelfer gefunden. Man sei aber optimistisch, bald komplett zu sein, sagte der örtliche Wahlleiter.

Im Kreis Oberspreewald-Lausitz stünden für alle Positionen ausreichend ehrenamtliche Wahlhelfer bereit. Auch im Havelland sind bislang keine Probleme durch fehlende Wahlhelfer bekannt.

Mehr Stellvertreter in Ostprignitz-Ruppin

In Ostprignitz-Ruppin wird vorgebaut: Vorsichtshalber wird die Zahl der Stellvertreter vielerorts auf bis zu neun Personen erhöht. Sollten Wahlhelfer beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen ausfallen, könne die Position schnell nachbesetzt werden, hieß es.

In der Uckermark gibt es nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises bisher keine Informationen, dass Ehrenamtliche fehlten. In einigen Gemeinden erhielten Vereine einen kleinen finanziellen Anreiz, wenn sie Mitglieder für die ehrenamtliche Aufgabe entsendeten.

14 Kreistage werden gewählt

Am 26. Mai werden 14 Kreistage, die Stadtverordnetenversammlungen der vier kreisfreien Städte, 413 Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen der kreisangehörigen Städte sowie ehrenamtliche Bürgermeister und Ortsvorsteher gewählt.

Jeder Wahlvorstand benötigt einen Wahlvorsteher, einen Stellvertreter, einen Schriftführer und mehrere Beisitzer. Ohne sie wäre der ordnungsgemäße Ablauf des Tages nicht gesichert. Nach der Öffnung des Wahllokals von 8 bis 18 Uhr werden die Stimmen ausgezählt und das Wahlergebnis festgestellt. (dpa)

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