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Keine Rückkehr in die Schule : Distanzunterricht in Brandenburg wird fortgesetzt

In Brandenburg hat sich die Corona-Lage wieder etwas entspannt. Dennoch wurde die Verlängerung des digitalen Unterrichts beschlossen. Im Landtag wird über den Zeitpunkt für Schulöffnungen debattiert.

Homeschooling ist für viele Kinder längst Alltag.
Homeschooling ist für viele Kinder längst Alltag.Foto: dpa

Potsdam - Der Distanzunterricht in Brandenburg wird trotz der sinkenden Corona-Zahlen bis zum 21. Februar fortgesetzt. Das teilte das Bildungsministerium auf PNN-Anfrage mit. Laut einer Sprecherin wurden die Schulämter in einem Brief des Ministeriums darüber informiert. 

Die Schulämter sollten die Schulen über die Verlängerung der Maßnahme um eine Woche in Kenntnis setzen. Zuvor war der Distanzunterricht bis zum 14. Februar angesetzt gewesen. 

Das angestrebte Wechselmodell für Grundschulen tritt somit vorerst nicht in Kraft. Ausnahmen gibt es weiterhin für Abschlussklassen. Auch die Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt „geistige Entwicklung“ bleiben geöffnet. Die Sorgeberechtigten entscheiden darüber, ob sie ihre Kinder am Präsenzunterricht teilnehmen lassen. Für Grundschüler wird wie bisher eine Notbetreuung durchgeführt, das heißt den Kindern werden die Lehrinhalte in den Schulen per Distanzunterricht vermittelt. 

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Corona-Gipfel am Mittwoch

Die Verlängerung des Distanzunterrichts wurde am Tag vor dem erneuten Treffen von Bund und Ländern bekannt. Am Mittwoch beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Coronakrise. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach sich bereits für eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Februar aus. 

Vor dem Treffen forderte die Linksfraktion im Brandenburger Landtag langfristige Perspektiven für die Bürger. „Das Erste, was wir brauchen, ist die Öffnung von Schulen“, betonte Fraktionschef Sebastian Walter am Dienstag. Dabei dürften aber wie auch bei weiteren Lockerungsschritten nicht nur die Infektionszahlen bewertet werden. Vielmehr müssten auch die Zahl der Impfungen und die Belegung der Intensivbetten einbezogen werden.

„Die Schulen brauchen eine Vorbereitungszeit, aber ich denke, dass die Grundschulen ab dem 22. Februar im Wechselunterricht wieder öffnen können“, sagte Grünen-Fraktionschefin Petra Budke. Anschließend sollten stufenweise die weiteren Jahrgänge folgen. SPD-Fraktionschef Erik Stohn erklärte, die Grundschulen könnten sicherlich nicht schon am kommenden Montag öffnen - „aber dann zeitnah“, betonte er. CDU-Fraktionschef Jan Redmann hält Lockerungen in Grundschulen schon im Februar für sinnvoll.

Inzidenz für Brandenburg wieder gesunken

Unterdessen hat sich die Corona-Lage in Brandenburg wieder etwas entspannt. Die 7-Tage-Inzidenz sank auf 87,4 (Vortag: 88,1). Das Landesamts für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) meldete am Dienstag 268 Neuinfektionen. Laut LAVG haben sich bisher 71.290 Menschen in Brandenburg infiziert. 61.983 Personen gelten als genesen - 848 mehr als am Montag.

Die Zahl der aktuell Erkrankten ging um 618 auf 6643 zurück. Nach Angaben des LAVG kamen 38 Todesfälle hinzu. Demnach sind in Brandenburg bisher 2664 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (mit dpa)



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