• Hunderte folgten Verdi-Aufruf: Erneute Warnstreiks in Brandenburg und Berlin
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Hunderte folgten Verdi-Aufruf : Erneute Warnstreiks in Brandenburg und Berlin

Dritte Warnstreik-Runde bei Verdi: Beschäftigte der Ketten Rewe, Kaufland, Ikea und H&M sollten am Dienstag ihre Arbeit niederlegen.

Matthias Arnold
Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel demonstrieren mit Verdi-Westen (Archivbild).
Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel demonstrieren mit Verdi-Westen (Archivbild).Foto: Federico Gambarini/dpa

Berlin -  Bei der dritten Warnstreikrunde im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg haben Beschäftigte am Dienstag erneut die Arbeit niedergelegt. Mehrere hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Lagern und den Geschäften hätten sich beteiligt, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Conny Weißbach am Nachmittag. Aufgerufen waren Beschäftigte der Handelsketten Rewe, Kaufland, Ikea, Galeria Karstadt Kaufhof, H&M sowie Thalia. Die Aktionen hätten zum Teil direkt vor den Filialen stattgefunden.

Geschäfte mussten aufgrund des Arbeitskampfs allerdings nicht schließen. „Wir nehmen das zur Kenntnis und gehen dann wieder zur Tagesordnung über“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen. „Jeden Warnstreik nehmen wir als Signal ernst.“ Verdi-Verhandlungsführerin Weißbach ging hingegen davon aus, dass es vor allem in den Lagern in den kommenden Tagen zu nachwirkenden Beeinträchtigungen kommen könnte.

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Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Lohn

Seit Ende Juni verhandeln beide Seiten über mehr Geld. Die Arbeitgeber hatten in der jüngsten Verhandlungsrunde Ende Juli angeboten, Löhne und Gehälter um zwei Prozent zu erhöhen. Bei Händlern, die in der Coronakrise schließen mussten, sollte das aber erst acht Monate später als bei den übrigen gelten.

Verdi lehnt den Vorschlag ab. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat. Außerdem sollen die Tarifverträge des Einzelhandels gemeinsam mit den Arbeitgebern für allgemeinverbindlich erklärt werden, damit sie für alle Beschäftigten der Branche gelten. (dpa)


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