Holocaust-Gedenktag : Brandenburg gedenkt der NS-Opfer

In Brandenburg ist der Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden. Bei der zentralen Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen rief Landtagspräsidentin Britta Stark zu einem Zusammenleben ohne Hass auf.

Oliver von Riegen
Ein Vertreter der Botschaft Israels richtet an der Station Z des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen eine Kranzschleife.
Ein Vertreter der Botschaft Israels richtet an der Station Z des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen eine Kranzschleife.Foto: Bernd Settnik/dpa

Mit Kranzniederlegungen und anderen Veranstaltungen ist am Sonntag in Brandenburg der Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden. In der Oranienburger Gedenkstätte Sachsenhausen rief Landtagspräsidentin Britta Stark bei der zentralen Veranstaltung zu mehr gegenseitigem Verständnis auf. Zum Internationalen Gedenktag am 27. Januar wird alljährlich der Befreiung des NS-Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 74 Jahren durch die Rote Armee gedacht.

Britta Stark (SPD), Präsidentin des brandenburgischen Landtags, bei der Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Britta Stark (SPD), Präsidentin des brandenburgischen Landtags, bei der Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen.Foto: Bernd Settnik/dpa

Britta Stark: Erinnerungen nicht nur wachhalten, sondern erneuern

"Unsere Zeit ruft nach einem Miteinander, einer neuen Einheit in der Vielfalt, nach einem Zusammenleben ohne Hass, ohne Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung", sagte Stark nach Angaben des Landtags am Sonntag in ihrer Rede. So könne es gelingen, die Erinnerung nicht nur wachzuhalten, sondern zu erneuern. An der ehemaligen Vernichtungsstätte "Station Z" legte sie einen Kranz nieder.

Über 200 Menschen nahmen nach Angaben eines Sprechers der Gedenkstätte teil. In Sachsenhausen wurde der 6300 jüdischen Männer gedacht, die nach dem Novemberpogrom 1938 in das damalige Konzentrationslager verschleppt wurden.