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Hitzewarnung fürs Wochenende : Temperaturen in Potsdam wieder auf Rekordkurs

In ganz Brandenburg gilt am Wochenende eine amtliche Warnung vor Hitze. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit Rekordtemperaturen am Sonntag.

Lukas Dubro
Hitzewarnung für ganz Brandenburg am 29. und 30. Juni 2019.
Hitzewarnung für ganz Brandenburg am 29. und 30. Juni 2019.Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Potsdam - Die Temperaturen an diesem Wochenende steigen wieder in Rekordhöhe. Bereits am Samstag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine "amtliche Warnung vor Hitze" und "vor erhöhter UV-Intensität" veröffentlicht. Die UV-Strahlung erreicht in diesen Tagen "ungewohnt hohe Werte. Schutzmaßnahmen sind unbedingt erforderlich", teilte der DWD mit.

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Die Warnung hatte auch am Sonntag Bestand. Es könnten 39 Grad erreicht werden, hieß es. Das wäre ein neuer Rekord für den Juni.

In Potsdam war der bisher heißesten Tag im Juni der vergangene Mittwoch, berichtet das Wetterportal Kachelmannwetter. Es wurden 37 Grad gemessen.

Am selben Tag wurden in Coschen bei Guben 38,6 Grad gemessen - Brandenburgrekord für einen Junitag.

Grillverbot, Blaualgen und Vorsicht im Park

Die Stadt Potsdam hat ab sofort Grillen und offenes Feuer auf öffentlichen Flächen, Grünflächen und Badeflächen verboten. Man habe eine Allgemeinverfügung erlassen, das Ordnungsamt werde entsprechende Kontrollen durchführen, hieß es.

Die Stadt teilte ebenfalls mit, dass bei den anhaltenden Temperaturen mit gefährlichen Blaualgen in den Badegewässern zu rechnen sei. Noch, so hieße es, bestehe keine Gefahr, aber die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass es die Algen in den nächsten Tagen wachsen.

Wie die Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten mitteilte, leiden die Gehölze in den Parkanlagen litten unter der anhaltenden Trockenheit und Hitze. Die Stiftung warnt ausdrücklich vor Astabbrüchen in den Potsdamer Welterbeparks und fordert Besucher auf, sich nicht unter Bäumen aufzuhalten.

Warm und sonnig wie noch nie

Der Juni dieses Jahres ist in Berlin und Brandenburg der wärmste und sonnenreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Laut einer am Freitag veröffentlichten vorläufigen Bilanz des DWD lag die Durchschnittstemperatur in Berlin bei 22,8 Grad. Die Sonne sollte einschließlich des anstehenden Wochenendes an 345 Stunden scheinen. In Brandenburg wurden 22 Grad gemessen und 350 Sonnenstunden gezählt.

Damit waren Berlin und Brandenburg laut dem DWD die wärmsten und sonnigsten Bundesländer in Deutschland. In Coschen, südlich von Eisenhüttenstadt, wurden am 26. Juni während der Hitzewelle 38,6 Grad gemessen - ebenfalls ein Allzeitrekord für den Juni. Den Wetterexperten zufolge sei es möglich, dass dieser Wert am Sonntag noch übertroffen wird. (mit dpa)