Havarie in Brieselang : Güterzug entgleist

Auf der Strecke vom Güterverkehrszentrum in Richtung Bahnhof Brieselang sind in den Morgenstunden zwei Loks eines Güterzugs entgleist. Der Lokführer musste von Notfallhelfern betreut werden. 

Foto: Oliver Berg/dpa

Brieselang - Gleich zwei Lokomotiven eines Güterzuges sind am Dienstagmorgen auf der Strecke vom Güterverkehrszentrum in Richtung Bahnhof Brieselang im Landkreis Havelland entgleist. Das teilte Patrick Rachner, Sprecher der Gemeinde Brieselang am Dienstag mit. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist demnach noch unklar. Eine Gleissperre hatte offenbar gegriffen und für eine Entgleisung der beiden hintereinanderfahrenden, zig Tonnen schweren Loks gesorgt. Laut Rachner wurde niemand verletzt. Der Lokführer habe allerdings einen Schock erlitten und musste von Notfallhelfern betreut werden. 

Die Güterwaggons seien nach dem Unfall indes auf der Schiene geblieben. Nicht bestätigten Angaben zufolge soll die ziehende Lok mit einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern aus dem Gleisbett gehoben worden sein. Gleis eins war offenbar nicht freigegeben. 

Die Havarie selbst hat sich laut Bahnsprecher Burkhard Ahlert gegen 5.19 Uhr ereignet. Weitere Untersuchungen folgen nun.


Öl ausgelaufen

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Brieselang waren gegen 7.40 Uhr alarmiert worden. Die Einsatzkräfte mussten auslaufende Betriebsstoffe binden und die Lecks abdichten, um die Brandgefahr zu minimieren, wie Einsatzleiter und Gemeindewehrführer Marco Robitzsch betonte. Rund 200 Liter Bioöl sind laut Angaben der Bundespolizei ausgelaufen, die bereits um kurz vor sieben Uhr informiert worden war. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist offiziell noch unklar. Eine Gleissperre hatte offenbar gegriffen und für eine Entgleisung der beiden hintereinanderfahrenden, zig Tonnen schweren Loks gesorgt.

Der Unfall hatte und hat vor allem Auswirkungen auf das Brieselanger Unternehmen Rigips, das die im Güterzug befindlichen Materialien nun auf Lkw verladen lassen muss. Die Bergung der Loks indes soll mit einem Schienenspezialkran erfolgen, der aus Leipzig angefordert werden muss. Die Oberleitungen an der entsprechenden Stelle müssen demontiert werden. Die Arbeiten werden den ganzen Tag und die Nacht über bis vermutlich sechs Uhr morgens andauern, wie Ahlert betonte. Die Auswirkungen auf den Fern- und Regionalbahnverkehr sind mit Blick auf Verspätungen spürbar. Der Verkehr auf der Schiene erfolgt derzeit eingleisig und ist damit eingeschränkt.  

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