Brandenburg : Gedenksteine für einstige Rabbiner

Frankfurt (Oder)/Slubice (dpa/PNN). Rabbiner mehrerer Länder haben am Dienstag auf dem einstigen jüdischen Friedhof von Frankfurt (Oder), der im polnischen Slubice liegt, drei Gedenksteine geweiht. Ein Stein erinnert an den Frankfurter Rabbiner Joseph b. Meir Theomin, der 1792 dort begraben wurde. „Theomin gilt als jüdischer Heiliger“, sagte der Frankfurter Historiker Eckard Reiß. Er habe berühmte Kommentare zu den jüdischen Speisegesetzen verfasst. Neben Theomin werden zwei weitere Frankfurter Rabbiner geehrt. Die Gedenksteine haben die Form von Gräbern. Aus Sicherheitsgründen wurden sie mit Maschen- und Stacheldraht eingezäunt. Seit 15 Jahren engagiert sich ein New Yorker Komitee für die Wiederherstellung des jüdischen Friedhofes. Es brachte die Kosten von 20 000 Dollar für das Denkmal auf. Der Initiator, Rabbiner Berel Polatsek, dankte den Politikern für die Unterstützung. Er hoffe, dass der Platz für immer geschützt werden könne. Frankfurts Bürgermeisterin Katja Wolle (SPD) äußerte den Wunsch, dass der Zaun, der Augen und Herzen wehtut, bald nicht mehr nötig sein werde.