• Für Potsdam im Bundestag: FDP-Generalsekretärin Teuteberg vor Ablösung

Für Potsdam im Bundestag : FDP-Generalsekretärin Teuteberg vor Ablösung

FDP-Chef Christian Lindner soll sich bereits auf einen Nachfolger für Teuteberg festgelegt haben. Die Brandenburgerin hat ihren Rücktritt zwar nicht angeboten, will der Partei aber eine Hängepartie ersparen.

Ruppert Mayr Ulrich Steinkohl
FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg.
FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg.Foto: dpa

Berlin - FDP-Chef Christian Lindner will Volker Wissing schon auf dem Parteitag im September als Generalsekretär durchsetzen, obwohl die amtierende Generalsekretärin Linda Teuteberg ihren Rücktritt nicht angeboten hat. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag am Rande der FDP-Gremiensitzungen weiter erfuhr, sagte Teuteberg daraufhin, sie wolle der Partei eine Hängepartie ersparen. Sie sei aber nicht zurückgetreten. Wissing ist derzeit in einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen in Rheinland-Pfalz Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Linder wollte dem Vernehmen nach dem Bundesvorstand im Anschluss an das Präsidium einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Der FDP-Chef will seine Partei offensichtlich gut ein Jahr vor der Bundestagswahl 2021 neu aufstellen. So soll mit großer Wahrscheinlichkeit der frühere SPD-Politiker Harald Christ, der erst im März zur FDP kam, neuer Schatzmeister werden.

Volker Wissing (FDP), Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz.
Volker Wissing (FDP), Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz.Foto: dpa

Vorsitzende der Jungen Liberalen spricht von "Posse"

Teuteberg, gebürtige Brandenburgerin, wurde erst im April 2019 mit großer Mehrheit zur Generalsekretärin gewählt. Damals standen mehrere Wahlen in den neuen Bundesländern an. Sie gilt als ausgewiesene Fachfrau, aber als zu zurückhaltend für den Posten der Generalsekretärin einer Partei in der Opposition.

Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Ria Schröder, beklagte am Morgen im ARD-„Morgenmagazin“, zur Debatte um Teuteberg: „Ich finde diese ganze Posse, die tut uns als Partei überhaupt nicht gut.“ Die Wähler hätten keine Lust darauf, eine Partei zu wählen, die sich ständig streitet. „Es ist an der Zeit, jetzt wirklich den Turbo anzuschmeißen, weil wir haben in gut einem Jahr eine Bundestagswahl.“ Lindner warf sie indirekt vor, Partei und Fraktion nicht breit genug aufzustellen. (dpa)
 

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