• Fristverlängerungen stattgegeben: Streit zwischen Brandenburg und Hohenzollern zieht sich in die Länge

Fristverlängerungen stattgegeben : Streit zwischen Brandenburg und Hohenzollern zieht sich in die Länge

Die Hohenzollern fordern von Brandenburg eine millionenschwere Entschädigung für Immobilien. Das lehnt das Land ab, stimmte aber einer Fristverlängerung für Stellungnahme seitens der Hohenzollern zu.

Klaus Peters
Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen, Oberhaupt der Hohenzollern.
Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen, Oberhaupt der Hohenzollern.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Der Rechtsstreit zwischen dem Land Brandenburg und dem ehemaligen Herrscherhaus Hohenzollern wird sich weiter hinziehen: Das Land habe Fristverlängerungen für eine Stellungnahme der Hohenzollern in zwei laufenden Verfahren um Rückforderungen um jeweils ein Jahr zugestimmt, teilte das Finanzministerium am Montag in Potsdam mit.

Die Hohenzollern fordern vom Land 1,2 Millionen Euro Entschädigung für Immobilien, die im Zuge der Bodenreform in der damaligen sowjetischen Besatzungszone enteignet wurden. Dies hatte Brandenburg abgelehnt, weil das Land der Auffassung ist, das Haus Hohenzollern habe dem Nationalsozialismus erheblich Vorschub geleistet. Dagegen klagt das Haus Hohenzollern vor dem Verwaltungsgericht Potsdam. In einem zweiten Verwaltungsverfahren fordert das Haus Hohenzollern die Rückgabe von Kunstgegenständen und Inventar.

Die Hohenzollern in Potsdam
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1 von 10Andreas Klaer
24.02.2014 21:22

Mit den Fristverlängerungen gebe es nun zeitlich Luft für die Beteiligten, sich noch einmal eingehend mit der Thematik zu befassen, sagte Finanzministerin Katrin Lange (SPD). "Damit ist auch dem Anliegen des Bundes entsprochen, der bereits Ende letzten Jahres zutreffend darauf hingewiesen hatte, dass es schlecht möglich sei, einerseits Gespräche über eine Verhandlungslösung und andererseits gleichzeitig die Auseinandersetzung vor Gericht zu führen", sagte sie. Brandenburg wolle einer Verhandlungslösung nicht im Wege stehen. «Es läuft uns hier nichts weg», betonte die Ministerin.

(dpa)

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