Forschung in Brandenburg : Weniger Tiere für Versuche eingesetzt

In Brandenburg wurden zuletzt weniger Tierversuche durchgeführt. Das zeigen neue Zahlen des Tierschutzbundes.

Anna Kristina Bückmann
Die Zahl der in Deutschland eingesetzten Affen hat sich zuletzt fast verdoppelt.
Die Zahl der in Deutschland eingesetzten Affen hat sich zuletzt fast verdoppelt.Foto (Symbolbild): Marijan Murat/dpa

Potsdam - 14 612 Tiere sind 2017 in Brandenburg für Versuche verwendet worden. Das teilte der Deutsche Tierschutzbund am Montag mit. Damit gingen die Zahlen in Brandenburg im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurück: 2016 wurden noch 16 071 Tiere gezählt, 2015 waren es sogar 17 094. Dennoch belegt Brandenburg wie in den Vorjahren den vierten Platz im bundesweiten Ranking. Spitzenreiter ist wie zuvor Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern.

Insgesamt sind in Deutschland rund 2,8 Million Tiere für Forschungszwecke eingesetzt worden - darunter vor allem Mäuse und Ratten. Aber auch über 3000 Hunde und mehr als 700 Katzen waren darunter. Nach Angaben des Tierschutzbundes stieg die Anzahl der Affen um 43 Prozent auf 3472.

"Millionen Tiere leiden weiterhin im Namen der Wissenschaft, obwohl dies in vielen Fällen vermeidbar wäre", kritisierte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Der Bund beruft sich auf Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. (dpa)

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