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Erster bundesweiter Warntag : Auch in Brandenburg heulten die Sirenen

Am Vormittag heulten am Donnerstag bundesweit die Sirenen - im Rahmen des bundesweiten Warntags. Auch Brandenburg machte mit.

Blick in die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Potsdam. 
Blick in die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Potsdam. Foto: dpa

Potsdam - Auch in Brandenburg sollten am Donnerstag (11.00 Uhr) zum bundesweiten Warntag Sirenen heulen. Warnungen sollten parallel über Rundfunk, Fernsehen, Warn-Apps und Sirenen erfolgen. Das hatte das Innenministerium mitgeteilt.

In Brandenburg gibt es demnach rund 2250 Sirenen. Bei dem Probealarm sollten Systeme getestet und Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, wie in Katastrophenfällen, beispielsweise Unwettern oder Hochwasser, alarmiert wird.

Die Probewarnung wurde von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst und anschließend in den Ländern verbreitet. Es war der erste bundesweite Warntag. Dabei lief nicht alles glatt. Bei vielen Nutzern ist die Warn-App NINA still geblieben. Die angekündigte Warnmeldung erschien zunächst nicht. 

„Wir wissen, dass es teilweise geklappt hat“, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn. Teilweise sei es aber auch zu einer Überlastung des modularen Warnsystems gekommen. „Deshalb gibt es gerade Verzögerungen bei der Auslösung.“ Die App soll Nutzer vor Gefahren warnen - an diesem Donnerstag sollte sie einen Probealarm übermitteln. Künftig soll der Warntag jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden. 

„Es geht nicht darum, Angst und Hysterie zu schüren“

Die Bürgerinnen und Bürger sollten durch die Warnungen die Abläufe kennenlernen, um im Ernstfall die Warnmeldungen richtig wahrnehmen und einordnen zu können, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn mit. Denkbar wären Warnungen etwa bei Bränden oder dem Auftreten von radioaktiver Strahlung, aber auch bei Stromausfällen oder Naturgefahren wie Erdbeben und Überschwemmungen. 

„Es geht nicht darum, Angst und Hysterie zu schüren“, sagte BBK-Präsident Christoph Unger. „Das wäre kontraproduktiv.“ Man dürfe die Bevölkerung aber auch nicht einlullen. Fakt sei, dass die Deutschen mit dem Thema bisher nicht sehr vertraut seien, und das berge Risiken. Man solle zum Beispiel auch immer für ein paar Tage Vorräte im Haus haben. (dpa)

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