eBay-Kleinanzeigen : Brandenburg will illegalen Welpenhandel verhindern

Der Brandenburger Tierbeauftragte führt derzeit Gespräche mit eBay, um die Lage der angebotenen Tiere zu verbessern. Auch illegaler Tierhandel soll bekämpft werden.

Yvonne Jennerjahn
Dieser Welpe wurde aus einem Tiertransporter gerettet.
Dieser Welpe wurde aus einem Tiertransporter gerettet.Foto: D. Ebener/dpa (Archiv)

Potsdam - Brandenburg will den illegalen Handel mit Hundewelpen eindämmen. Der Landestierschutzbeauftragte Stefan Heidrich führe dazu Gespräche mit dem Unternehmen „eBay Kleinanzeigen“ in Kleinmachnow, teilte das Verbraucherschutzministerium am Montag in Potsdam mit. Der Kleinanzeiger-Anbieter sei Marktführer im Internethandel mit Haustieren und Haustierbedarf. 

Ziel der Gespräche sei, die Lage der über Internetbörsen gehandelten Haustiere deutlich zu verbessern und Maßnahmen gegen illegalen Tierhandel zu ergreifen. Dabei müsse auch geklärt werden, ob freiwillige Vereinbarungen ausreichen oder neue gesetzliche Regelungen erforderlich seien.

Tierschutzberater hilft nicht nur Landwirten

Die bevorstehende Einrichtung eines unabhängigen Tierschutzberatungsdienstes in Brandenburg sei ein großer Erfolg, betonte Heidrich in seiner Bilanz der bisherigen Arbeit. Mit der Landeseinrichtung, die Landwirten in Tierschutzfragen zur Verfügung stehen soll, könne auch der Ausbau von tiergerechteren Haltungssystemen unterstützt werden. Er plane zudem, Landwirtschaftsunternehmen modellhaft für Tierschutz und Tierwohl zu gewinnen.

Bisherige Arbeitsfelder des Tierschutzbeauftragten seien neben der Unterstützung bei der Erarbeitung und Umsetzung des brandenburgischen Tierschutzplans auch Schulungen von Polizei und Amtstierärzten zur Kontrolle von Tiertransporten gewesen, hieß es weiter. 

Auch zu verschiedenen weiteren Themen wie dem Umgang mit kranken und verletzten Schweinen, Möglichkeiten zur Nottötung und Gefahren bei der teils illegalen Einfuhr von Hunden und Katzen aus dem Ausland seien Informationsveranstaltungen angeboten worden. Geplant seien auch Fortbildungen mit Tierärzten im öffentlichen Dienst des Landes Brandenburg zum Thema Tierschutz vor Gericht. (epd)