• Der Osten holt weiter auf: Wirtschafts-Studie zeigt Boom in Brandenburg auf

Der Osten holt weiter auf : Wirtschafts-Studie zeigt Boom in Brandenburg auf

Im Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft spielen auch Brandenburger Regionen eine gute Rolle. Vorne mit dabei: Der Kreis Dahme-Spreewald.

Claus Haffert
Das Tropical Islands in Krausnick gehört zu den bekanntesten Einrichtungen in Dahme-Spreewald.
Das Tropical Islands in Krausnick gehört zu den bekanntesten Einrichtungen in Dahme-Spreewald.Foto: ZB

Potsdam - Das Umland der großen deutschen Metropolen punktet zunehmend mit guten Wirtschaftsdaten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Das gilt auch für die südlich an Berlin grenzenden Brandenburger Landkreise. Mit dem Kreis Dahme-Spreewald schaffte es erstmals eine ostdeutsche Region in das am Donnerstag veröffentlichte IW-Regionalranking. 

Unter den insgesamt 401 Landkreisen und kreisfreien Städte in Deutschland liegt der Landkreis Dahme-Spreewald auf Platz sieben. Der Kreis "profitiert von einer hohen Lebensqualität und günstigen wirtschaftsstrukturellen Rahmenbedingungen", heißt es.

[Abonnieren Sie kostenlos den neuen PNN-Newsletter "Potsdam Heute": Hier geht es zur Anmeldung.]  

Von den Ausstrahlungseffekten der Hauptstadt Berlin profitieren vor allem auch Teltow-Fläming (Rang 33), die Stadt Potsdam (Rang 49) und Potsdam-Mittelmark (Rang 64). Von den nördlichen Kreisen haben es Oberhavel (Rang 84) sowie Barnim (Rang 98) in die Top 100 geschafft. Zum Vergleich: Berlin belegt den 132. Platz. Die Rangliste berücksichtigt Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität. Angeführt wird das Regionalranking vom Landkreis München.

Dahme-Spreewald auch Aufsteiger im Dynamik-Ranking

Im Ranking der dynamischsten Regionen liegt der Landkreis Mainz-Bingen auf Platz eins vor Suhl (Thüringen) und dem Landkreis München. Mit Teltow-Fläming (Rang 4), Dahme-Spreewald (Rang 13) und Oberhavel (Rang 22) liegen drei Brandenburger Kreise im Vorderfeld der Aufsteigerregionen. 

Insgesamt habe sich der Aufholprozess der neuen Länder fortgesetzt, heißt es in der Studie. Während 2014 noch 39 ostdeutsche Kreise zu den schwächsten 50 Regionen gezählt hätten, seien es im aktuellen Ranking nur noch 15 Kreise.

Ausgewertet haben die Forscher des arbeitgebernahen Instituts 14 Indikatoren wie gemeindliche Steuerkraft, Anteil hoch qualifizierter Beschäftigter, Überschuldung, Altersschnitt, Ärztedichte, Straftaten sowie Zu- und Abwanderung. (dpa/PNN)

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.