• DER HEISSESTE TAG – ÜBERHAUPT?: Rekordtage mit Blitzgefahr

DER HEISSESTE TAG – ÜBERHAUPT? : Rekordtage mit Blitzgefahr

DIE HEISSESTEN TAGE

Auch, wenn es einem vorkommt, als sei es nie heißer gewesen: Der bis zu dieser Woche heißeste Tag in Brandenburg und Berlin wurde nach Angaben von Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) vor fast genau drei Jahren gemessen, am 7. August 2015 mit 38,9 Grad. Im Schatten wohlgemerkt. „Es ist internationaler Standard, dass immer in einer abgeschatteten Fläche in zwei Meter Höhe gemessen wird“, sagt Friedrich. Auf einer der Sonne direkt ausgesetzten Hauswand käme man schnell auf über 50 Grad. Die für diesen Mittwoch angesagten 38 Grad sind also Schattenwerte, die aber noch überschritten werden können.

IM HAUS BLEIBEN

Wer also irgendwie kann, sollte zuhause bleiben, raten die Experten. Vor allem alte Menschen und kleine Kinder könnten die selbst im Schatten extremen Temperaturen nur eine kurze Zeit lang kompensieren. Ansonsten helfen Ventilatoren, kalte (Fuß-)Bäder, nasse Handtücher und notfalls auch ein kaltes Bad in der Wanne, um den Körper mal wieder runterzukühlen. Denken Sie beim Aufenthalt in klimatisierten Räumen und Fahrzeugen an wärmere Kleidung und möglichst ein Halstuch, die extremen Temperaturunterschiede können schnell krank machen. Und natürlich viel, viel trinken! Aber keinen Alkohol.

STARKREGEN & TORNADOS

Ab Donnerstag rechnen die Meteorologen mit ersten Hitzegewittern. Dann drohen neue Extreme: Blitzeinschläge, Hagel, Starkregen. Wo genau das passiert, kann man seriös erst ein bis zwei Stunden voraussagen. Von Westen kommt eine massive Kaltfront, trifft hier auf schwülwarme 30 bis 34 Grad. Da könnte es am Nachmittag und Abend sogar zu orkanartigen Stürmen kommen, wieder starkem Regen und schlimmstenfalls sogar zu Tornados. „Wir geben aber keine spezielle Warnung heraus“, sagt DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Das ginge seriös nur ein paar Minuten vorher. „Und im Sommer können eigentlich bei jeder Wetterlage Tornados auftreten.“

KELLER ODER NICHT?

Umso wichtiger ist das richtige Verhalten bei Unwettern. Dass man bei Gewitter auch nicht unter Buchen, sondern eigentlich nur im Auto oder im Haus sicher ist, hat sich herumgesprochen. Wobei ein Keller besonders zu empfehlen ist. Allerdings nicht bei Starkregen, da kann er – wie Unterführungen und Tunnel – schnell volllaufen und zur tödlichen Falle werden. Und bei einem Tornado sollte man auf keinen Fall im Auto sitzen bleiben und vielleicht noch ein Handyvideo machen, rät Andreas Friedrich: „Da heißt es, so schnell wie möglich weg. Denn bei einem Tornado kann alles zum tödlichen Geschoss werden: Dachziegel, Äste, Baugerüste, Schilder...“ Sandra Dassler