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Brandenburg : Cottbus will Smart City werden Ministerpräsident Woidke begrüßt Projekt

Anna Ringle dpa

Cottbus - Ampeln nicht einfach nach Schema F, sondern auf den aktuellen Verkehr abgestimmt steuern, um Abgase zu verringern. Immer wissen, wo eine allergieauslösende Pflanze gerade besonders wuchert. Brandenburgs zweitgrößter Stadt Cottbus schwebt ein optimiertes Leben vor. IT-Systeme sollen Daten so effizient bereitstellen, dass der Alltag für die Bürger attraktiver wird und zugleich hier und da Kosten sinken. Noch ist ein solches Konzept einer Smart City, das es bereits in anderen deutschen Städten gibt, für Cottbus nur eine Idee auf dem Papier.

Die Cottbuser Firma IBAR Systemtechnik umriss am Montag bei einer Präsentation, wie ein solches Konzept in der gut 100 000 Einwohner großen Stadt aussehen könnte. Als Bereiche kämen etwa Energie, Wohnungsbau, Verkehr oder E-Learning infrage. Die Idee verfolgt die Firma für Automatisierungs- und Versorgungstechnik unter anderem in Zusammenarbeit mit der Kommune. Das Unternehmen geht davon aus, dass von einem solchen Konzept auch andere Teile der Lausitz profitieren könnten, die wegen der schwindenden Bedeutung der Braunkohle einen Strukturwandel bewältigen muss. Unterm Strich gehe es auch darum, neue Firmen anzusiedeln.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigt sich bei seinem Besuch zu Wochenbeginn in Cottbus von dem Konzept angetan. „Die weitere Strukturentwicklung in der Lausitz kann nur gelingen, wenn die lokalen Akteure zusammen an neuen Ideen arbeiten. Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung können gemeinsam eine Menge bewegen.“

Das Konzept der Smart City ist nicht neu, viele andere Städte in Deutschland verfolgen bereits diese Idee. Im Kern geht es darum, das Leben in Kommunen mit Datenvernetzung fortschrittlicher zu machen. In Berlin ist das Konzept schon weiter ausgereift als in Cottbus. Der Senat beschloss im Jahr 2015 eine entsprechende Strategie. Voraussichtlich im Herbst soll es auf Staatssekretärsebene einen Dialog darüber geben, wie die Umsetzung politisch flankiert werden könnte.

Ob das Smart-City-Projekt in Cottbus einmal in die Tat umgesetzt wird, hängt nach Angaben der Stadt vor allem davon ab, ob das Land Brandenburg oder der Bund Fördergeld beisteuern. Noch in diesem Jahr wolle man dafür entsprechende Anträge stellen. Anna Ringle/dpa

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