• Corona-Lage in Brandenburg: Potsdamerin mit Omikron-Variante infiziert

Corona-Lage in Brandenburg : Potsdamerin mit Omikron-Variante infiziert

Mit dem Fall hängen möglicherweise weitere Omikron-Verdachtsfälle in der Landeshauptstadt zusammen. Unterdessen will die Kenia-Koalition im Brandenburger Landtag eine „epidemische Notlage“ erklären.

Robert Birnbaum
Ein medizinischer Mitarbeiter testet Proben zum Nachweis der neuen Omikron-Virusvariante. (Symbolbild)
Ein medizinischer Mitarbeiter testet Proben zum Nachweis der neuen Omikron-Virusvariante. (Symbolbild)Foto: dpa

Potsdam - Eine Potsdamerin hat sich mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron infiziert. Das wurde am Montag nach PNN-Informationen im Corona-Krisenstab des Rathauses besprochen. Demnach befindet sich die Reiserückkehrerin aus Südafrika derzeit nach ihrer Ankunft in Frankfurt/Main am Flughafen in Quarantäne, nachdem sie positiv getestet wurde. Inzwischen habe sich bei einer Sequenzierung der Verdacht auf Omikron bestätigt, hieß es aus Rathauskreisen.

Mit dem Fall hängen nach PNN-Informationen möglicherweise weitere Omikron-Verdachtsfälle in Potsdam zusammen. Demnach könnten sich auch eine weitere infizierte Reiserückkehrerin sowie ihr zu Hause gebliebener Mann mit der neuen Variante angesteckt haben. Beide befinden sich in Quarantäne. Derzeit warte man noch auf das Ergebnis von Sequenzierungen, hieß es im Krisenstab. 

Derzeit hat Potsdam niedrigere Inzidenzen als anderswo – der Wert beträgt am Dienstag 351,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner:innen innerhalb von sieben Tagen. Deutschlandweit liegt dieser Wert bei 432,2, landesweit bei 636,6. Gestiegen ist die Zahl der Covid-Patienten in den Potsdamer Kliniken – am Dienstag waren es 49, davon acht auf den Intensivstationen. Am Montag waren es 45 Covid-Patienten, vor einer Woche 37.

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„Die aktuelle Infektionslage erfordert entschiedenes Handeln“

Die Kenia-Koalition im Brandenburger Landtag hält es für notwendig, wegen der vierten Corona-Welle eine „epidemische Notlage“ zu erklären. „Die aktuelle Infektionslage erfordert entschiedenes Handeln“, erklärten die Fraktionschefs Daniel Keller (SPD), Jan Redmann (CDU) sowie Petra Budke und Benjamin Raschke (beide Grüne). Sollte der Landtag eine Notlage erklären, wäre demnach sichergestellt, dass Beschränkungen gegebenenfalls verschärft werden können.

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In Kranken- und Pflegeeinrichtungen sollen ab dem 16. März nur noch Geimpfte oder Genesene arbeiten dürfen. Das sieht der Entwurf der Ampel-Fraktionen im Bund zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, den der Bundestag an diesem Dienstag auf den Weg bringen soll. Zugleich sollen die Länder die Möglichkeit erhalten, Gaststätten und Restaurants zu schließen. (mit dpa)

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