• Bundesweiter "Blitzermarathon": Knapp 7500 Verstöße in Brandenburg

Bundesweiter "Blitzermarathon" : Knapp 7500 Verstöße in Brandenburg

An mehr als 200 Kontrollstellen waren nach den Angaben 424 Beamte im Einsatz. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der geahndeten Vergehen an.

Gudrun Janicke
Vor allem in Ortschaften, vor Schulen, Kindertagesstätten, Seniorenheimen und in 30er-Zonen wurde genau hingeschaut.
Vor allem in Ortschaften, vor Schulen, Kindertagesstätten, Seniorenheimen und in 30er-Zonen wurde genau hingeschaut.Foto: dpa

Potsdam - Rund 7500 Verstöße gegen Geschwindigkeitsregelungen sind in Brandenburg beim bundesweiten sogenannten Blitzermarathon registriert worden. Das teilte die Brandenburger Polizei am Freitag nach der Aktion am Vortag mit.

An mehr als 200 Kontrollstellen waren nach den Angaben 424 Beamte im Einsatz. Es wurden rund 141 000 Fahrzeuge gemessen. Vor allem innerhalb geschlossener Ortschaften, vor Schulen, Kindertagesstätten, Seniorenheimen und in 30er-Zonen wurde genau hingeschaut.

Die hohe Zahl der Verstöße zeige, dass bei einem Teil der Fahrer die erforderliche Akzeptanz und Einsicht für die Einhaltung der Geschwindigkeit fehle, sagte Ute Döpke, Leiterin des Sachbereichs Verkehrsangelegenheiten im Polizeipräsidium.

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Mit 61 durch die 30er-Zone

In Oranienburg wurde am Donnerstag ein 24-Jähriger mit 61 Stundenkilometern in einer 30er Zone vor einem Krankenhaus festgestellt. Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. In Luckenwalde fuhr ein 17-jähriger Kradfahrer 74 Stundenkilometer schnell - erlaubt waren 50. Die Fahrerlaubnis hatte er noch auf Probe.

Insgesamt wurden im Land im Vorjahr Jahr bei Kontrollen etwa 1,5 Millionen Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Zum Vergleich: Beim angekündigten Speedmarathon 2021 wurden rund 6000 Vergehen geahndet. Zu hohe Geschwindigkeiten sind eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle im Land. 2021 stieg die Anzahl der damit zusammenhängenden Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um 721 auf rund 5300. Knapp die Hälfte der 127 Toten waren Opfer aufgrund überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit.

Die Aktion wird vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk „Roadpol“ koordiniert.  (dpa)

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