Brandenburg : Tod durch Medikamente

Ermittler haben keinen Hinweis auf Verbrechen oder Suizid zweier 18-Jähriger in Cottbus.

Sandra Dassler
Foto: Friso Gentsch/dpa

Cottbus - Die beiden am Dienstag vergangener Woche tot aufgefundenen Jugendlichen starben an einer Medikamentenvergiftung. Das teilten die Cottbuser Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchungen gebe es derzeit keinerlei Anhalt dafür, dass den Jugendlichen die Medikamente gewaltsam verabreicht wurden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dieser Zeitung. Um was für Medikamente es sich handelte und warum sie von den jungen Männern konsumiert wurden – dazu wollte er sich mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte der Toten nicht äußern. Allerdings seien keinerlei Hinweise auf einen Suizid bekannt. Auch ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden.

Die beiden 18-Jährigen waren in einer Wohnung im Cottbuser Stadtteil Schmellwitz von der Nachbarin des Wohnungsbesitzers entdeckt worden. Sie sind Deutsche, wobei laut Polizei nur einer von ihnen aus der Region stammen und der andere keinen festen Wohnsitz haben soll. Da Schmellwitz als Stadtteil, in dem viele Menschen von Sozialhilfe leben, auch als Drogenhochburg gilt, hatten viele den Tod der Jugendlichen damit in Zusammenhang gebracht.

Was für Tabletten sie genommen haben – auch darüber schweigen die Ermittler. Aus welchem Grund sie die Pillen schluckten, ob es sich vielleicht um eine Art Mutprobe handelte – das könnte sogar für immer ein Rätsel bleiben. Allerdings liegt ein abschließendes toxikologisches Gutachten noch nicht vor. Bis dahin ermittle man weiter in alle Richtungen, hieß es. 

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