Brandenburg : 3320 Schüler schwänzen regelmäßig

Tausende Brandenburger Schüler bleiben regelmäßig dem Unterricht fern. Das Bußgeld fürs Schwänzen kann bis zu 2500 Euro betragen.

Erstmals erfasst das Land Brandenburg, wie viele Schüler regelmäßig die Schule schwänzen.
Erstmals erfasst das Land Brandenburg, wie viele Schüler regelmäßig die Schule schwänzen.Foto: Caroline Seidel/dpa (Symbolbild)

Potsdam - Rund 1,5 Prozent aller Schüler in Brandenburg fehlen als Regelschwänzer bis zu 20 Tage im Monat, als Intensivschwänzer sogar mehr als 20 Tage unentschuldigt im Unterricht, wie das Bildungsministerium in Potsdam am Donnerstag bekanntgab. 

Das entspricht etwa 3320 notorischen Schwänzern. Seit Dezember 2018 werden Schulpflichtverletzungen in Brandenburg durch die vier staatlichen Schulämter einheitlich erfasst. Besonders hoch ist der Anteil schulverweigernder Schüler an Ober- und Gesamtschulen.

Von allen Schülern an allgemeinbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft haben 3,5 Prozent gelegentlich unentschuldigt gefehlt, rund ein Prozent sind als sogenannte Regelschwänzer und 0,5 Prozent als Intensivschwänzer auffällig.

Bildungsministerin Ernst fordert Schulen auf, zu handeln

„Die Schulen und die Schulämter sind aufgefordert, konsequent gegen Schulpflichtverletzung vorzugehen“, erklärte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). „Wir wollen verhindern, dass die Zukunft von Kindern und Jugendlichen durch fehlende Bildungserfolge dauerhaft gefährdet wird.“ Wenn aufgeklärt sei, warum die Schüler dem Unterricht fernbleiben, sei schnelles Handeln durch Lehrkräfte, Schulen, Schulämter oder die Ordnungsbehörden gefragt. 

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).
Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).Foto: Andreas Klaer

Dazu gehörten Gespräche mit den Schülern sowie den Eltern, schriftliche Vereinbarungen mit den Eltern, ergänzende Unterstützung durch die Schulsozialarbeit und individuelle Förder- und Unterstützungsmaßnahmen. 

Möglich seien aber auch Sanktionen. Ein Bußgeld für Schwänzer kann laut Brandenburgischem Schulgesetz bis zu 2500 Euro betragen.

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