• Brandenanschlag in Nauen: Schadenersatzprozess gegen Ex-NPD-Politiker verschiebt sich

Brandenanschlag in Nauen : Schadenersatzprozess gegen Ex-NPD-Politiker verschiebt sich

Ex-NPD-Politiker Maik Schneider wurde wegen Brandstiftung zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Am Dienstag sollte der Schadenersatzprozess stattfinden. Doch die zuständige Richterin ist krank.

Anna Kristina Bückmann
Die Sportstätte in Nauen war als Notunterkunft für etwa 100 Geflüchtete geplant. 
Die Sportstätte in Nauen war als Notunterkunft für etwa 100 Geflüchtete geplant. Foto: Julian Stähle/dpa (Archiv, August 2015)

Potsdam - Der Prozess um Schadenersatz in Millionenhöhe gegen den ehemaligen NPD-Politiker Maik Schneider und einen Mittäter verschiebt sich erneut. Die zuständige Richterin sei erkrankt, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Ein neuer Termin ist demnach noch nicht bekannt.

Die beiden Männer sollen im August 2015 eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen angezündet haben. Die leere Halle brannte komplett nieder. Für den Wiederaufbau verklagte die Ostdeutsche Kommunalversicherung die beiden mutmaßlichen Brandstifter auf Schadenersatz in Höhe von insgesamt rund 2,9 Millionen Euro.

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Für den Brandanschlag und weitere rassistisch-motivierte Taten wurde Schneider im Oktober 2019 zu mehr als neun Jahren Haft verurteilt. Schneiders Verteidiger und die Staatsanwaltschaft legten Revision gegen das Urteil ein. Der Mittäter war im ersten Prozess im Februar 2017 rechtskräftig zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Bereits im März sollte der Zivilprozess vor dem Landgericht Potsdam beginnen, musste jedoch wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Schneider ist seit Januar 2019 wegen überlanger Verfahrensdauer auf freiem Fuß. (dpa)

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