• Bis zu minus 20 Grad in der Nacht: Eisige Kälte in Brandenburg

Bis zu minus 20 Grad in der Nacht : Eisige Kälte in Brandenburg

Der Winter verabschiedet sich noch nicht: Brandenburg muss sich auf weitere frostige Tage einstellen. Zugverkehr weiter eingeschränkt.

Sophia Förtsch Anna Kristina Bückmann
Auf vielen Straßen herrscht Glättegefahr.
Auf vielen Straßen herrscht Glättegefahr.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Dauerfrost und Schneefall tagsüber, eisige Kälte in der Nacht: Die Menschen in Brandenburg sollten sich weiterhin warm anziehen. Für den Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwar erneut Schnee, allerdings ohne nennenswerte Neuschneemengen. Am Dienstag lag die Schneehöhe in Potsdam bei 13 Zentimetern - der bisher höchste Wert in diesem Winter

Die Tageshöchstwerte liegen in Brandenburg zwischen minus acht und minus drei Grad. In der Nacht zu Donnerstag können die Temperaturen dann auf eisige minus 18 Grad sinken. Schon in der vergangenen Nacht war es in der Mark bitterkalt. In Klettwitz im Kreis Oberspreewald-Lausitz fiel die Temperatur nach DWD-Angaben auf minus 20,1 Grad. Die bundesweit niedrigste Temperatur wurde aus Mühlhausen (Thüringen) gemeldet - minus 26,7 Grad.

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Wieder bis zu minus 20 Grad in der Nacht

Tagsüber soll es am Donnerstag bei maximal minus fünf bis minus zwei Grad mancherorts Schneeschauer geben, die am Abend jedoch nachlassen. Die Nacht zu Freitag wird laut DWD eisig. Regnen oder schneien soll es zwar nicht, dafür erreichen Brandenburg und Berlin Tiefstwerte zwischen minus 9 und minus 15 Grad, teils sogar bis zu minus 20 Grad.

Am Freitag rechnen die Wetterexperten dann mit vermehrten Sonnenschein und maximal minus fünf bis minus zwei Grad. 

Bahnverkehr weiter eingeschränkt

Wie die Bahn mitteilte, läuft der Zugverkehr auf ersten Verbindungen schrittweise wieder an. Die Fernverkehrszüge von Berlin nach Hannover, Erfurt, Frankfurt und München verkehren weiterhin mit einem stark eingeschränkten Angebot. Zahlreiche Fahrten fielen am Mittwochmorgen aus. Fahrgäste müssen zum Teil erhebliche Verspätungen einplanen.  

Fernverkehrstickets, die zwischen dem 6. und dem 9. Februar gekauft worden sind, können bis sieben Tage nach Störungsende flexibel genutzt oder kostenfrei storniert werden. Witterungsbedingt kam es am Mittwoch auch zu Störungen im gesamten Berliner S-Bahn-Netz. 

Am zentralen Kontrollpunkt des Terminal 1 des BER kann derzeit wegen eisiger Kälte nicht gearbeitet werden. Das berichteten Mitarbeiter dem rbb. Eine Sprecherin der Bundespolizei bestätigte dem Sender, dass seit Sonntag Sicherheitskontrollen ausschließlich an den Pavillons stattfinden, da diese beheizt werden können.

Verkehrswacht ruft zu besonderer Vorsicht auf

Die Räumdienste konnten nach heftigem Schneefall in den vergangenen Tagen inzwischen wieder in den Normalbetrieb übergehen, wie der Sprecher des Landesbetriebs Straßenwesen, Steffen Streu, sagte. Zuvor waren die rund 300 Mitarbeiter in Zwölf-Stunden-Schichten unterwegs. Man sei in enger Abstimmung mit dem Wetterdienst. Wenn nötig, könnten die Einsätze wieder hochgefahren werden.

In einigen Regionen konnten die Räumdienste nach Angaben des Betriebs bereits am Dienstag damit beginnen, die Radwege freizuräumen. Das sei zuvor wegen der großen Schneemengen und Schneeverwehungen nicht möglich gewesen, sagte Streu. Die Lage habe sich entspannt.

Die Verkehrswacht Brandenburg rief zu besonderer Vorsicht auf den Straßen auf. „Jeder sollte bei diesem Wetter Verantwortung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zeigen und rücksichtsvoll fahren“, sagte Präsident Jörg Vogelsänger der Deutschen Presse-Agentur. Verkehrsteilnehmer seien immer gefährdet. Bei dem derzeitigen Winterwetter sei die Gefährdung aber am größten. (mit dpa)

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