Brandenburg : Berliner FDP: Besser mit der Mark kooperieren

Berlin - Die Berliner FDP fordert eine engere Zusammenarbeit zwischen der Hauptstadt und dem Nachbarland Brandenburg. Man müsse die Metropolregion „als Ganzes“ denken, heißt es in einem Beschluss eines FDP-Landesparteitags vom Samstag. Bei Wohnungsbau, Verkehrsplanung, der Wirtschafts-, Energie- oder Umweltpolitik seien gemeinsame Konzepte nötig. Das Wachstum Berlins habe immer mehr Verflechtungen mit dem Umland zur Folge, Ausdruck dessen seien etwa die zunehmenden Pendlerströme. Um hier zu neuen Lösungen zu kommen, reichten die bestehenden Strukturen der gemeinsamen Landesplanung nicht mehr aus.

Konkret schlagen die Liberalen vor, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen und mehr Regionen in Brandenburg so an Berlin anzubinden, dass die Fahrzeit weniger als eine Stunde beträgt. Die Entwicklung der Gemeinden und Kreise, die an Berlin grenzen, dürfe nicht in Konkurrenz untereinander oder zur Hauptstadt betrieben werden, sondern in enger Kooperation. Das gelte auch bei der Ansiedlung von Unternehmen.

Die Berliner FDP selbst will sich zunächst auf allen Ebenen enger mit den Liberalen in Brandenburg verzahnen, um gemeinsame Initiativen zu entwickeln und voranzubringen. Dazu soll auch ein gemeinsames Projektteam gebildet werden. Am Freitagabend hatte die Hauptstadt-FDP den Bundestagsabgeordneten Christoph Meyer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt und Sebastian Czaja als Generalsekretär im Amt bestätigt. dpa