• Brandenburg: Impftermine für Lehrer und Erzieher zwischen 18 und 64 Jahren

Änderung der Corona-Impfverordnung : Ab sofort Impftermine für Lehrer und Erzieher

In Brandenburg können sich nun auch Lehrkräfte und Erzieher impfen lassen. Zudem gibt es ab Montag weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen.

Klaus Peters
Foto: Michael Reichel/dpa (Symbolbild)

Potsdam - Grundschullehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher können in Brandenburg ab sofort online einen Termin für eine Corona-Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca buchen. Für Berechtigte im Alter zwischen 18 und 64 Jahren mit einer Arbeitgeberbescheinigung stehe nun ein begrenztes Kontingent an freien Terminen für die Online-Buchung zur Verfügung, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Damit setze Brandenburg die Änderung der Corona-Impfverordnung durch das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch unmittelbar um.

Ergänzend soll es bald in ausgewählten Krankenhäusern Impftage geben für Personen, die in Grund- und Förderschulen tätig sind. Bereits in der kommenden Woche würden die ersten Kliniken Impftage anbieten, kündigte das Ministerium an. Im März sind im Rahmen eines Modellprojekts auch in bis zu 50 Arztpraxen Impfungen geplant. Bislang dürfen die Arztpraxen dies nicht anbieten.

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"Die Impfungen ebnen den Weg heraus aus der Pandemie", betonte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). "Zusammen mit Schnelltests und Hygienemaßnahmen tragen Impfungen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche endlich wieder in ihre Kita und Schule gehen können."

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) erklärte, es sei wichtig, Kitas und Grundschulen nach der langen Phase des Distanzunterrichts und der Notbetreuung wieder schrittweise zu öffnen. Da es dort im Alltag mitunter schwierig seine könne, die Abstands- und Hygiene-Regeln konsequent einzuhalten, müsse die Öffnung der Einrichtungen durch einen stärkeren Schutz der Mitarbeiter vor Infektionen begleitet werden.

Am Freitag seien die ersten 11.280 Termine für Online-Buchungen freigeschaltet worden, berichtete das Gesundheitsministerium. Am Dienstag sollen weitere 17.280 Termine folgen. Seit Freitag können bereits Pflegekräfte und Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder Behinderungen einen Termin für eine Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca online buchen.

Lockerungen ab dem 1. März 2021

Unterdessen können am Montag in Brandenburg auch die Friseure, Gartenmärkte und Blumenläden unter Auflagen wieder öffnen. In den Gartenfachmärkten und Floristikgeschäften müssen die Verkaufsflächen allerdings überwiegend unter freiem Himmel liegen. Die Angebote in geschlossenen Räumen müssen weniger als 50 Prozent der Gesamtverkaufsfläche betragen.

Die Kunden sind verpflichtet, eine medizinische Maske zu tragen, beim Personal ist eine Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben. Dies gilt auch für die Friseursalons. Dort müssen die Friseure zudem die Daten der Kunden erfassen, damit Kontakte nachverfolgt werden können.

Kritik von Handwerksbetrieben

Das Handwerk in Brandenburg hat die Hilfen für die Betriebe in der Corona-Pandemie als unzureichend kritisiert. Die Fördergelder böten einen Ersatz bei Fixkosten, die Lebenshaltungskosten für die Unternehmer fielen aber nicht darunter, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handwerkskammertages Brandenburg (BHKT), Ralph Bührig. "Dafür hat die Politik keine Lösung." Viele Unternehmer hätten ihre Reserven aufgebraucht und Schwierigkeiten, überhaupt wieder auf die Beine zu kommen. Daher müssten geeignete Unterstützungselemente gefunden werden, wie etwa die Berücksichtigung des Unternehmerlohns, so Bührig.

Zahl der Neuinfektionen sinkt nicht

Die Zahl der neuen Corona-Infektionen stagniert in Brandenburg auf weiterhin höherem Niveau. Innerhalb eines Tages seien 251 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Das waren 6 neue Ansteckungen innerhalb eines Tages mehr als vor einer Woche. Am Samstag wurden 241 und am Freitag 333 neue Ansteckungen registriert. Die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg am Sonntag um 4 Fälle auf insgesamt 2986. Gut 179.000 Corona-Schutzimpfungen wurden bis zum Samstag im Land verabreicht. Davon haben 104.318 Menschen eine erste Impfung erhalten, 74.702 Menschen wurden bereits zwei Mal geimpft.

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(dpa)

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